BASF Aktie: China-Hoffnung gegen Barclays-Skepsis

BASF erreicht Meilenstein bei größter Einzelinvestition in China, während Analysten die Aktie aufgrund schwacher operativer Aussichten neutral bewerten.

Kurz zusammengefasst:
  • Mechanische Arbeiten am Megastandort Zhanjiang abgeschlossen
  • Barclays bestätigt neutrale Einstufung mit Kursziel 41 Euro
  • Konzern steuert auf unteres Ende der Jahresprognose zu
  • Strategische Neuausrichtung mit Fokus auf asiatisches Wachstum

BASF setzt auf Asien. Der Ludwigshafener Chemiekonzern meldet einen entscheidenden Meilenstein beim Bau seines Verbundstandorts in Zhanjiang – der größten Einzelinvestition der Firmengeschichte. Doch während das China-Projekt Fortschritte macht, dämpft Barclays die Erwartungen für das laufende Jahr. Die Einstufung bleibt neutral, das Kursziel liegt deutlich unter dem aktuellen Niveau von rund 45 Euro.

Die wichtigsten Fakten:
– Partner Fluor Corporation meldet Abschluss der mechanischen Arbeiten in Zhanjiang
– Über 75 Millionen Arbeitsstunden ohne meldepflichtige Unfälle
– Barclays bestätigt „Equal Weight“ mit Kursziel 41 Euro
– BASF steuert auf unteres Ende der eigenen 2025-Prognose zu
– Aktie notiert 1,04 Prozent über 50-Tage-Durchschnitt

BASF

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Zhanjiang nimmt Form an

Der neue Verbundstandort in Südchina rückt näher an die Inbetriebnahme. Nach Fertigstellung soll Zhanjiang zum drittgrößten BASF-Standort weltweit werden. Das Projekt verkörpert die strategische Neuausrichtung des Konzerns: Wachstum primär in Asien, während Europa mit Strukturanpassungen und Werksschließungen konfrontiert ist. Die geplante Stilllegung der PolyTHF-Produktion im südkoreanischen Ulsan bis Jahresende unterstreicht diesen Kurs.

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Analysten bleiben zurückhaltend

Barclays-Analyst Alex Sloane sieht das kurzfristige Potenzial begrenzt. Seine Begründung wiegt schwer: Das Management kommuniziere bereits, dass man 2025 das untere Ende der eigenen Prognosespanne anstrebe. Diese Erwartungsdämpfung habe die Markterwartungen für die kommenden Quartalszahlen bereits belastet. Die neutrale Einstufung spiegelt die operative Diskrepanz wider – langfristige Wachstumshoffnungen aus China treffen auf kurzfristige Margenschwäche in etablierten Märkten.

Nachhaltigkeits-Bestnote als Nebenschauplatz

Das Carbon Disclosure Project verlieh BASF erneut den „Leadership Status“ mit A-Ratings für Klima- und Waldschutz. Ein positives Signal, das jedoch die fundamentale Herausforderung nicht überdeckt: Investoren wägen derzeit hohe Investitionskosten gegen ungewisse Ergebnisbeiträge aus Zhanjiang ab.

Mit Abschluss der mechanischen Arbeiten beginnt die kritische Inbetriebnahmephase in China. Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob sich die Barclays-Einschätzung bewahrheitet. Sollte BASF tatsächlich am unteren Rand der Guidance landen, dürfte die Aktie seitwärts tendieren, bis konkrete Umsatzbeiträge aus Asien in der Bilanz sichtbar werden.

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