BASF Aktie: Climate Center bis H1 2027 geplant

BASF baut Agrarforschung aus, startet milliardenschweren Aktienrückkauf und hebt nach starkem Quartal die Jahresprognose an.

Dieter Jaworski ·
Moderne, nachhaltige Industrieanlage mit grüner Architektur bei Sonnenaufgang als Symbol für Klimaschutztechnologie. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Neues Climate Center in Limburgerhof
  • Aktienrückkaufprogramm über eine Milliarde Euro
  • EBITDA-Prognose deutlich angehoben
  • Coatings-Verkauf an Carlyle abgeschlossen

BASF baut sein Agrar-Forschungszentrum in Limburgerhof weiter aus. Der Konzern investiert einen niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag in ein neues Climate Center am Standort, wie das Unternehmen mitteilte. Die Fertigstellung ist für die erste Jahreshälfte 2027 geplant. Die Anlage soll die Sparte Agricultural Solutions bei der Entwicklung klimaresistenter Landwirtschaftslösungen unterstützen.

Die Investition fällt in eine Phase, in der BASF seine Agrarsparte für einen geplanten Teilbörsengang aufstellt. Bereits im Mai hatte der Konzern mit Livio Tedeschi einen eigenen Vorstand für das Ressort Agricultural Solutions berufen – ein Schritt, der die spätere Verselbstständigung des Geschäfts vorbereiten soll.

Kapitalrückführung an Aktionäre läuft

Parallel zur strategischen Neuausrichtung setzt BASF sein Kapitalrückführungsprogramm fort. Ende Juli startete ein neues Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 1,0 Milliarden Euro, das von August 2026 bis Ende April 2027 laufen soll. Es ist Teil eines im September 2024 angekündigten Gesamtrückkaufs über 4 Milliarden Euro bis Ende 2028. Zwischen November 2025 und Juni 2026 hatte BASF bereits 1,5 Milliarden Euro an eigenen Aktien zurückgekauft.

Die Kombination aus operativer Stärke und Kapitalrückführung stützt das Vertrauen der Anleger. Der Konzern hatte Ende Juli für das zweite Quartal 2026 einen Umsatz von 17,2 Milliarden Euro ausgewiesen, ein Plus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen lag bei 2,4 Milliarden Euro und übertraf damit den Analystenkonsens von 2,1 Milliarden Euro deutlich. Als Folge hob BASF seine Jahresprognose für das EBITDA vor Sondereinflüssen auf eine Spanne von 6,9 bis 7,7 Milliarden Euro an, zuvor hatte die Zielmarke bei 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro gelegen.

Portfoliobereinigung schreitet voran

Auch beim Portfolioumbau macht BASF Fortschritte. Ende Juni wurde die bereits vereinbarte Coatings-Transaktion mit dem Finanzinvestor Carlyle abgeschlossen. Der Unternehmenswert lag bei 7,7 Milliarden Euro, BASF erhielt daraus einen Zahlungsmittelzufluss vor Steuern von rund 5,8 Milliarden Euro und hält seither eine 40-prozentige Eigenkapitalbeteiligung an der ausgegliederten Einheit Surventis.

Bereits im Mai hatte der Konzern zudem eine Vereinbarung mit PQ zum Verkauf des Silikatgeschäfts inklusive der Vermögenswerte am Standort Düsseldorf/Holthausen unterzeichnet, der Abschluss wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet.

Aktie bewegt sich seitwärts

Am Markt zeigt sich die Aktie zuletzt uneinheitlich. Das Papier notiert derzeit bei 50,63 Euro und damit rund 8 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 55,05 Euro aus dem April.

Zugleich liegt der Kurs klar über dem 52-Wochen-Tief von Oktober 2025, was die insgesamt positive Entwicklung seit Jahresbeginn von 14 Prozent unterstreicht.

Für Anleger bleibt der 27. Oktober als nächster wichtiger Termin im Blick: Dann veröffentlicht BASF die Quartalszahlen für das dritte Quartal 2026. Bis dahin dürften die laufenden Rückkäufe, die fortschreitende Portfoliobereinigung und die Vorbereitungen für den Agrar-Teilbörsengang die Nachrichtenlage bestimmen.

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BASF Aktie

53,03 EUR

– 0,33 EUR -0,62 %
KGV 22,42
Sektor Grundlegende Materialien
Div.-Rendite 4,20 %
Marktkapitalisierung 47,40 Mrd. EUR
Ø Kursziel 52,53 EUR
ISIN: DE000BASF111 WKN: BASF11

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