BASF Aktie: CoreShift senkt Fixkosten um 20 Prozent

BASF startet das Sparprogramm CoreShift für das Kerngeschäft, während der Konzern den Standort in China ausbaut. Der Halbjahresbericht Ende Juli wird erste Ergebnisse zeigen.

Andreas Sommer ·
BASF Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Neues CoreShift-Programm gestartet
  • Fixkosten sollen bis 2029 sinken
  • China-Standort Zhanjiang läuft mit Ökostrom
  • Halbjahreszahlen am 29. Juli erwartet

BASF spart in Ludwigshafen. Gleichzeitig baut der Konzern in China massiv aus. Diese Kluft zwischen Rotstift und Wachstum treibt aktuell die Diskussion um die Aktie.

Der Kurs schloss am Montag bei 48,59 Euro. Auf Wochensicht steht ein Plus von 2,51 Prozent, seit Jahresbeginn sind es 8,61 Prozent. Zum 52-Wochen-Hoch von 55,05 Euro vom 14. April fehlen noch 11,73 Prozent.

Neues Programm soll Kosten drücken

Nach den Spekulationen über eine Milliardenbewertung der Agrarsparte richtet sich der Blick nun auf das Kerngeschäft. BASF hat dafür ein neues „Core Transformation Office“ geschaffen. Julia Raquet leitet die Einheit.

Ihr Auftrag heißt „CoreShift“. Bis 2029 will BASF die zahlungswirksamen Fixkosten im Kerngeschäft um bis zu 20 Prozent senken, verglichen mit dem Basisjahr 2024. Finanzvorstand Dirk Elvermann betonte zum Wochenbeginn, wie dringend diese Einsparungen für das Stammwerk in Ludwigshafen sind.

Ludwigshafen spart, Zhanjiang wächst

Während der deutsche Hauptstandort unter Kostendruck steht, lobte Elvermann die Fortschritte im chinesischen Zhanjiang. Der Verbundstandort wurde erst im März 2026 eingeweiht und läuft bereits vollständig mit Ökostrom. BASF sieht ihn als zentralen Wachstumspfeiler für den asiatischen Markt.

Diese Diskrepanz beschäftigt Investoren. China investiert BASF in neue Kapazität. In Europa muss der Konzern gleichzeitig Kosten herausschneiden.

Experten sehen in „CoreShift“ einen entscheidenden Hebel. Nur wenn das Programm greift, lässt sich die von Analysten erwartete Dividende von etwa 2,28 Euro je Aktie für 2026 absichern — nach 2,25 Euro im Vorjahr.

Halbjahreszahlen als nächster Prüfstein

Am 29. Juli legt BASF den Halbjahresbericht vor. Die Zahlen zeigen, ob die Restrukturierung schon operative Wirkung zeigt. Sie geben auch Aufschluss darüber, wie stark die schwache globale Nachfrage die Segmente „Chemicals“ und „Materials“ noch belastet.

Charttechnisch bewegt sich die Aktie derzeit neutral. Der RSI (14 Tage) liegt bei 51,2. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von 20,89 Prozent zeigt moderate Schwankungen, der 200-Tage-Durchschnitt bei 47,47 Euro bietet eine Unterstützungsmarke.

Der Halbjahresbericht am 29. Juli wird zeigen, ob „CoreShift“ bereits erste Kostenvorteile liefert. Bis dahin bleibt die Frage nach dem richtigen Gleichgewicht zwischen europäischem Sparzwang und asiatischem Wachstumskurs offen.

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BASF Aktie

48,85 EUR

+ 1,30 EUR +2,73 %
KGV 27,81
Sektor Grundlegende Materialien
Div.-Rendite 4,74 %
Marktkapitalisierung 42,05 Mrd. EUR
ISIN: DE000BASF111 WKN: BASF11

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