BASF Aktie: Der Deckel bei 55 Euro

BASF steigert den Quartalsumsatz und hebt die Jahresprognose an, doch Analysten bleiben uneinig und die Aktie kommt an 55 Euro nicht vorbei.

Eduard Altmann ·
Moderne Industrieanlage bei Dämmerung mit Fokus auf metallische Rohrleitungen und architektonische Strukturen. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Quartalsumsatz steigt auf 17,2 Milliarden Euro
  • Jahresziel für bereinigtes EBITDA angehoben
  • Analysten zwischen Verkauf und Kauf geteilt
  • 55-Euro-Marke bleibt charttechnischer Widerstand

Operativ läuft es rund bei BASF. Trotzdem beißt sich die Aktie seit Wochen an derselben Marke die Zähne aus.

Mit rund 52 Euro notiert das Papier knapp unterhalb der 55-Euro-Marke — eine Widerstandszone, die sich als hartnäckig erweist. Mehrfach hat die Aktie bereits Anlauf genommen, mehrfach ist sie kurz davor abgeprallt. Fundamental gäbe es eigentlich genug Argumente für einen Ausbruch.

Zahlen stimmen, Zweifel bleiben

Der Umsatz kletterte im jüngsten Quartal um 16 Prozent auf 17,2 Milliarden Euro. Der Vorstand reagierte mit einer angehobenen Jahresprognose: Statt bislang bis zu 7,0 Milliarden Euro traut sich der Konzern beim bereinigten EBITDA nun eine Spanne von 6,9 bis 7,7 Milliarden Euro zu.

Parallel dazu baut BASF sein Portfolio um. Die Lacke-Sparte geht an den Finanzinvestor Carlyle, der Anteil am britischen Öl- und Gasförderer Harbour Energy schrumpft weiter auf rund 16,4 Prozent.

Seit August läuft zudem die zweite Phase eines Aktienrückkaufprogramms mit einem Volumen von bis zu einer Milliarde Euro, das bis April 2027 laufen soll. Hinzu kommen margenstarke Lizenzgeschäfte wie die kürzlich bei Cheniere Energy in Texas in Betrieb genommene Reinigungstechnologie Durasorb LNG MAX — Einnahmen, die kaum vom zyklischen Chemiegeschäft abhängen.

Trotz dieser Fortschritte bleibt das Analystenbild gespalten. JPMorgan-Analyst Chetan Udeshi bestätigt sein „Underweight“-Votum und verweist auf die schwierige Lage der europäischen Chemieindustrie: hohe Produktionskosten, verhaltene Nachfrage, wachsender Importdruck.

International aufgestellte Konzerne wie BASF sieht er im Nachteil, weil sie bei einem stärker abgeschotteten europäischen Markt mit überschüssigen Kapazitäten in anderen Regionen konfrontiert werden könnten. Insgesamt raten sechs Analysten zum Verkauf, neun zu „Halten“ — zehn Häuser bleiben dagegen bei „Kaufen“, Bernstein etwa mit einem Kursziel von 62 Euro.

Was der Ausbruch bedeuten würde

Sollte die 55-Euro-Marke fallen, wäre der Weg charttechnisch nach oben frei. Als nächstes Kursziel rücken dann 65 bis 70 Euro in den Fokus. Bis dahin bleibt es aber ein Kampf um jeden Cent, Rückschläge sind jederzeit möglich.

Ein Blick auf die Quartalszahlen am 28. Oktober dürfte zeigen, ob die angehobene Prognose auch operativ eingelöst wird. Erst dann dürfte sich zeigen, ob die fundamentale Story stark genug ist, um die Widerstandszone endgültig zu durchbrechen.

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BASF Aktie

51,51 EUR

– 0,33 EUR -0,64 %
KGV 21,57
Sektor Grundlegende Materialien
Div.-Rendite 4,40 %
Marktkapitalisierung 45,19 Mrd. EUR
Ø Kursziel 52,47 EUR
ISIN: DE000BASF111 WKN: BASF11

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