Die vorläufigen Zahlen für 2025 offenbaren ein Dilemma: Während das operative Geschäft schwächelt, überrascht der Konzern beim Nettogewinn. Diese Diskrepanz wirft Fragen zur Qualität der Ergebnisse auf – und belastet den Kurs.
Umsatz und Kerngeschäft verfehlen Erwartungen
Die wichtigsten Eckdaten im Überblick:
- Umsatz 2025: 59,7 Milliarden Euro (unter Vorjahr)
- EBIT: 1,6 Milliarden Euro (deutlich unter Konsens)
- Nettoergebnis: 1,6 Milliarden Euro (über Konsens und Vorjahr)
Das operative Ergebnis liegt merklich unter den Analystenprognosen. Verantwortlich dafür sind anhaltende Nachfrageschwäche und Margendruck im Kerngeschäft. Der Chemiesektor kämpft weiterhin mit konjunkturellen Gegenwinden, die sich in den Zahlen des Ludwigshafener Konzerns deutlich niederschlagen.
Nettogewinn durch Sondereffekte gestützt
Trotz operativer Schwäche überrascht BASF mit einem Nettoergebnis von 1,6 Milliarden Euro – ein Wert, der sowohl das Vorjahr als auch die Erwartungen übertrifft. Marktbeobachter führen dies auf steuerliche Effekte und mögliche Veräußerungsgewinne zurück.
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Diese Konstellation birgt Zündstoff: Die Dividendenfähigkeit scheint kurzfristig gesichert, doch die Qualität der Gewinne steht infrage. Nachhaltiges Wachstum muss aus dem operativen Geschäft kommen – nicht durch einmalige Finanzeffekte.
Analysten uneins
Die Einschätzungen der Experten fallen gespalten aus. Bernstein Research hält an der Kaufempfehlung mit Kursziel 53 Euro fest und setzt auf langfristiges Erholungspotenzial. JP Morgan dagegen bleibt beim Verkaufsvotum und verweist auf strukturelle Herausforderungen im Sektor.
Die Aktie notiert aktuell rund 1,8 Prozent im Minus bei etwa 45,51 Euro. Die zuletzt auf 2,25 Euro gekürzte Dividende bleibt ein Argument für Bestandshalter, doch das operative Missverhältnis nährt Skepsis. Solange das Kerngeschäft nicht an Fahrt gewinnt, dürfte die Aktie unter Druck bleiben.
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