BASF Aktie: EBIT enttäuscht deutlich

BASF meldet für 2025 ein schwaches operatives Geschäft, das unter den Erwartungen liegt, während der Nettogewinn durch Sondereffekte gestützt wird. Analysten bewerten die Ergebnisse gespalten.

Andreas Sommer ·
BASF Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Operatives Ergebnis deutlich unter Analystenerwartungen
  • Nettogewinn übertrifft Prognosen und Vorjahreswert
  • Gespaltene Einschätzungen von Analysten zur Aktie
  • Aktienkurs unter Druck nach Veröffentlichung

Die vorläufigen Zahlen für 2025 offenbaren ein Dilemma: Während das operative Geschäft schwächelt, überrascht der Konzern beim Nettogewinn. Diese Diskrepanz wirft Fragen zur Qualität der Ergebnisse auf – und belastet den Kurs.

Umsatz und Kerngeschäft verfehlen Erwartungen

Die wichtigsten Eckdaten im Überblick:

  • Umsatz 2025: 59,7 Milliarden Euro (unter Vorjahr)
  • EBIT: 1,6 Milliarden Euro (deutlich unter Konsens)
  • Nettoergebnis: 1,6 Milliarden Euro (über Konsens und Vorjahr)

Das operative Ergebnis liegt merklich unter den Analystenprognosen. Verantwortlich dafür sind anhaltende Nachfrageschwäche und Margendruck im Kerngeschäft. Der Chemiesektor kämpft weiterhin mit konjunkturellen Gegenwinden, die sich in den Zahlen des Ludwigshafener Konzerns deutlich niederschlagen.

Nettogewinn durch Sondereffekte gestützt

Trotz operativer Schwäche überrascht BASF mit einem Nettoergebnis von 1,6 Milliarden Euro – ein Wert, der sowohl das Vorjahr als auch die Erwartungen übertrifft. Marktbeobachter führen dies auf steuerliche Effekte und mögliche Veräußerungsgewinne zurück.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BASF?

Diese Konstellation birgt Zündstoff: Die Dividendenfähigkeit scheint kurzfristig gesichert, doch die Qualität der Gewinne steht infrage. Nachhaltiges Wachstum muss aus dem operativen Geschäft kommen – nicht durch einmalige Finanzeffekte.

Analysten uneins

Die Einschätzungen der Experten fallen gespalten aus. Bernstein Research hält an der Kaufempfehlung mit Kursziel 53 Euro fest und setzt auf langfristiges Erholungspotenzial. JP Morgan dagegen bleibt beim Verkaufsvotum und verweist auf strukturelle Herausforderungen im Sektor.

Die Aktie notiert aktuell rund 1,8 Prozent im Minus bei etwa 45,51 Euro. Die zuletzt auf 2,25 Euro gekürzte Dividende bleibt ein Argument für Bestandshalter, doch das operative Missverhältnis nährt Skepsis. Solange das Kerngeschäft nicht an Fahrt gewinnt, dürfte die Aktie unter Druck bleiben.

BASF-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BASF-Analyse vom 26. März liefert die Antwort:

Die neusten BASF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BASF-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BASF: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

BASF Aktie

49,75 EUR

+ 0,90 EUR +1,84 %
KGV 29,12
Sektor Grundlegende Materialien
Div.-Rendite 4,89 %
Marktkapitalisierung 41,47 Mrd. EUR
ISIN: DE000BASF111 WKN: BASF11

Community Forum zu BASF

Ähnliche Artikel

· Nasdaq

Nasdaq 100: ARM-Chip zündet Funken

· IPOs

Micron Aktie: Druck von zwei Seiten

· Cyber Security

Palantir Aktie: Vorstoß im Finanzsektor

· IPOs

KNDS Aktie: US-Entscheidung rückt näher

Deutsche Bank Aktie: Geopolitik treibt Erholung

Weitere Artikel zu BASF

Alle Artikel anzeigen
· Industrie

BASF Aktie: Chinas Milliarden-Wette

· Emerging Markets

BASF Aktie: Milliarden-Wette auf China

· Industrie

BASF Aktie: Strategiewende nimmt Form an

· Industrie

BASF Aktie: Geopolitik erzwingt Preisschraube

· Industrie

BASF Aktie: Sparerfolge unter Druck