BASF Aktie: Ergebnisse der Jahresbilanz
BASF startet mit Ex-Dividende und laufendem Rückkaufprogramm in die Woche. Die Q1-Zahlen zeigen einen Gewinnsprung, belastet durch Sondereffekte.

Kurz zusammengefasst
- Dividende von 2,25 Euro wird ausgezahlt
- Rückkaufprogramm nähert sich dem Abschluss
- Gewinn steigt dank Sondereffekten deutlich
- Jahresprognose trotz Nahost-Risiken bestätigt
Für BASF-Aktionäre beginnt die Woche mit zwei konkreten Ereignissen: Heute wird die Aktie erstmals ohne Dividendenberechtigung gehandelt, und das laufende Rückkaufprogramm nähert sich seinem geplanten Abschluss. Im Hintergrund stehen solide Quartalszahlen — mit einem Haken.
Dividende fließt, Rückkauf läuft
Wer die Aktie am 30. April im Depot hielt, erhält am Mittwoch 2,25 Euro je Aktie. Die Hauptversammlung hatte den Vorschlag bereits gebilligt. Insgesamt schüttet BASF damit knapp zwei Milliarden Euro aus.
Parallel dazu läuft das im November 2025 gestartete Rückkaufprogramm über bis zu 1,5 Milliarden Euro. Rund 880 Millionen Euro hat BASF davon bereits eingesetzt — entsprechend etwa 2,2 Prozent der ausstehenden Aktien. Das Programm soll bis Ende Juni abgeschlossen sein. Finanzvorstand Elvermann ließ offen, ob unmittelbar danach eine weitere Tranche startet. Im übergeordneten Rahmenplan bis 2028 sind insgesamt vier Milliarden Euro für Rückkäufe vorgesehen.
Gewinnsprung mit Sondereffekten
Die Q1-Zahlen liefern den Ausschüttungen eine gemischte Grundlage. Der Umsatz sank im Jahresvergleich um drei Prozent auf 16 Milliarden Euro — Preisdruck und Währungsgegenwind aus Dollar und Renminbi belasteten. Das bereinigte EBITDA fiel um knapp sechs Prozent auf 2,36 Milliarden Euro, übertraf damit aber die Analystenerwartungen von durchschnittlich rund 2,19 Milliarden Euro deutlich.
Unter dem Strich fiel das Ergebnis freundlicher aus. Der Aktionärsgewinn stieg um knapp 15 Prozent auf 927 Millionen Euro — maßgeblich gestützt durch eine Bundeszahlung von 800 Millionen Euro aus Staatsgarantien für frühere Russlandaktivitäten der Tochter Wintershall DEA sowie Erlöse aus dem Teilverkauf der Harbour-Energy-Beteiligung. An dem britischen Ölkonzern hält BASF noch rund 30 Prozent.
Nahost-Konflikt trübt den Ausblick
Das Management beschrieb das erste Quartal als Zweiphasen-Verlauf: moderates Wachstum in Januar und Februar, getragen von China, dann ein Stimmungsbruch im März. Auslöser war der Nahost-Konflikt und die Schließung der Straße von Hormus für den Transport von Öl, Gas und Chemikalien.
Direkt betroffen ist BASF kaum — Kundenverkäufe in die Region machen weniger als ein Prozent des Konzernumsatzes aus. Indirekte Risiken über Energie- und Rohstoffpreise sowie Lieferketten lassen sich laut Unternehmen derzeit nicht zuverlässig einschätzen.
Die Jahresprognose bestätigte der Vorstand dennoch: ein bereinigtes EBITDA zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro, ein Free Cashflow von 1,5 bis 2,3 Milliarden Euro. Beim Sparprogramm liegt die erreichte Laufrate bereits bei 1,9 Milliarden Euro — das Ziel von 2,3 Milliarden Euro soll bis Jahresende erreicht werden.
Die Aktie notiert mit rund 54 Euro knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 54,70 Euro und hat seit Jahresbeginn gut 21 Prozent zugelegt. Der heutige Kursabschlag spiegelt im Wesentlichen den Dividendenabzug wider.
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