BASF Aktie: Evonik-Korb?
BASF erhielt zwei Branchenpreise, vereinbarte einen neuen Standort und hob die EBITDA-Prognose für 2026 auf 7,4 bis 7,8 Milliarden Euro an.

Kurz zusammengefasst
- Zwei SPE-Preise für Fahrzeugkomponenten
- Produktionsstart in Nanjing bis Ende 2028 vorgesehen
- Evonik wies 24-Euro-Offerte zurück
- BASF kaufte rund 355.000 eigene Aktien zurück
BASF hat am Donnerstag gemeinsam mit Stellantis und L&L Products einen SPE Automotive Innovation Award erhalten. Ausgezeichnet wurde nach Unternehmensangaben eine Tunnelverstärkung im Jeep Grand Cherokee des Modelljahrs 2027. Am Freitag fiel die BASF-Aktie um 2,9%.
Bereits am Mittwoch hatten BASF, Toyota und Vuteq den SPE Automotive Innovation Grand Award erhalten. Diese Auszeichnung galt der Ladefläche des Toyota Tacoma des Modelljahrs 2026.
Neuer Standort und mögliche Kosmetikpartnerschaft
Am Dienstag unterzeichnete BASF mit der Nanjing Jiangbei New Area eine Investitionsvereinbarung für einen neuen Elektronikmaterial-Produktionsstandort in Nanjing. Nach Angaben des Unternehmens ist der Produktionsstart bis Ende 2028 vorgesehen.
Ebenfalls am Dienstag unterzeichneten BASF und ParagonCorp eine Absichtserklärung. Die Unternehmen wollen damit eine mögliche Zusammenarbeit bei wissenschaftlich fundierter Kosmetikinnovation prüfen.
Rückkäufe und abgelehntes Übernahmeangebot
Für den Zeitraum vom 26. bis einschließlich 30. Oktober meldete BASF den Rückkauf von rund 355.000 eigenen Aktien. Seit Beginn des Programms am 3. August waren es insgesamt rund 7,6 Millionen Aktien.
Beim Übernahmevorhaben für Evonik hatte das Zielunternehmen am 30. Oktober das verbesserte BASF-Angebot von 24 Euro je Aktie abgelehnt. Medienberichten zufolge bewertete die Offerte Evonik mit rund 11,2 Milliarden Euro. Evonik erklärte, nicht in Verhandlungen einzutreten, zeigte sich aber zu einem vertraulichen Informationsaustausch bereit.
Bloomberg zufolge wollten die Unternehmen an diesem Wochenende über Evoniks mittelfristige Ziele sprechen.
Vor rund zwei Wochen hatte BASF zudem die Prognose für das Gesamtjahr 2026 angehoben. Medienberichten zufolge erwartet das Unternehmen ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 7,4 bis 7,8 Milliarden Euro. Zuvor hatte die Spanne bei 6,9 bis 7,7 Milliarden Euro gelegen.
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