BASF Aktie: Jefferies hebt Ziel auf 49 Euro
Jefferies hebt das Kursziel für BASF an, bestätigt aber die neutrale Einstufung. Der Chemieriese kämpft mit hohen Preisen bei schwacher Nachfrage.
Kurz zusammengefasst
- Kursziel von Jefferies auf 49 Euro angehoben
- Rating bleibt bei „Halten“
- Chemiepreise hoch, Nachfrage bleibt schwach
- Forschungskooperation mit NVIDIA zu Quantensimulationen
BASF bekommt mehr Luft nach oben auf dem Papier, aber keine neue Kaufthese. Jefferies hebt das Kursziel an und bleibt trotzdem vorsichtig. Der Grund liegt im Kern des Chemiezyklus: Preise helfen, Nachfrage fehlt.
Jefferies erhöht Ziel, bleibt aber neutral
Jefferies-Analyst Marcus Dunford-Castro hob am 20. Mai das Kursziel für BASF von 43 auf 49 Euro an. Das Rating bleibt bei „Hold“. Das ist ein Signal mit Bremse.
Am Mittwoch notiert die Aktie bei 52,24 Euro und liegt damit über dem neuen Ziel. Das Tagesplus fällt mit 0,13 Prozent kaum ins Gewicht, seit Jahresanfang steht aber ein Gewinn von 16,76 Prozent zu Buche.
Damit ist ein Teil der besseren Stimmung bereits eingepreist. Die Aktie hat sich deutlich erholt, ohne dass die Nachfrage im Chemiesektor schon überzeugend mitzieht. Genau hier setzt die vorsichtige Einschätzung von Jefferies an.
Hohe Preise, schwache Mengen
Chemiepreise bleiben laut Jefferies zwar hoch. Das stützt theoretisch die Margen. Allerdings sieht Dunford-Castro die jüngste Stärke nicht als rein operativen Trend.
Ein wichtiger Treiber waren geopolitische Spannungen rund um den Nahost-Konflikt. Sie haben Kosten, Lieferketten und Erwartungen beeinflusst. Nun mehren sich Anzeichen, dass dieser Preisrücken an Kraft verliert.
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Für BASF ist das heikel. Wenn Preise sinken, braucht der Konzern mehr Volumen und eine bessere Industrienachfrage. Solange diese Erholung ausbleibt, wird aus höheren Preisen keine robuste Gewinnstory.
Der Blick auf Lanxess zeigt, wie selektiv Jefferies den Sektor bewertet. Dort stufte das Analysehaus die Aktie auf „Underperform“ ab. Als Grund gilt eine Kursrally, die stärker lief als die Erwartungen an die Gewinne.
Forschung bleibt das Langfristthema
Abseits der kurzfristigen Marktsicht arbeitet BASF weiter an technologischen Grundlagen. Zusammen mit NVIDIA gelang Forschern eine Simulation von 60 Qubits auf dem Supercomputer NVIDIA Eos H100. Die Initiative läuft seit 2017.
Das klingt weit weg vom Tagesgeschäft. Für einen Chemiekonzern kann es aber relevant werden, wenn komplexe Moleküle schneller simuliert werden. BASF will solche Ansätze auch für Logistik und maschinelles Lernen nutzen.
Kurzfristig ändert das wenig an der Bewertung der Aktie. Der nächste Kurstreiber bleibt die Frage, ob aus hohen Preisen wieder echte Nachfrage wird. Solange diese Lücke offen bleibt, wirkt das höhere Jefferies-Ziel eher wie eine nachgezogene Anpassung als wie ein neues Kaufsignal.
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