BASF Aktie: Milliarden-Deal gegen Währungsdruck
Der Verkauf der Lacksparte bringt BASF knapp sechs Milliarden Euro, um Aktienrückkäufe und Dividende zu finanzieren, während Währungseffekte das Quartalsergebnis belasten.

Kurz zusammengefasst
- Verkauf der Coatings-Sparte für 7,7 Mrd. Euro Unternehmenswert
- Finanzierung von Aktienrückkäufen und stabiler Dividende gesichert
- Schwacher US-Dollar belastet operatives Ergebnis erheblich
- Kostensenkungsziel auf 2,3 Milliarden Euro erhöht
Während ein schwacher US-Dollar das operative Ergebnis im ersten Quartal belastet, wartet der Chemiekonzern auf einen massiven Liquiditätszufluss. Der anstehende Verkauf der Lacksparte soll knapp sechs Milliarden Euro in die Kassen spülen und das vorgezogene Aktienrückkaufprogramm absichern.
Lack-Verkauf stützt Kapitalrückgabe
Der Verkauf des Coatings-Geschäfts an Carlyle und die Qatar Investment Authority für einen Unternehmenswert von 7,7 Milliarden Euro nähert sich dem Abschluss. Vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen rechnet das Management im zweiten Quartal 2026 mit dem Closing. BASF behält eine 40-prozentige Beteiligung am neu formierten Unternehmen und kalkuliert mit einem Vorsteuerzufluss von rund 5,8 Milliarden Euro.
Diese Mittel sind fest eingeplant, um das bis Juni 2026 laufende und auf 1,5 Milliarden Euro bezifferte Aktienrückkaufprogramm zu finanzieren. Gleichzeitig soll die Dividende bei 2,25 Euro stabil bleiben. Die Finanzierung dieser Ausschüttung erfordert den frischen Kapitalzufluss, da der Free Cashflow von 1,34 Milliarden Euro im Vorjahr für die Deckung nicht ausreichte.
US-Zölle und verschärfter Sparkurs
Auf der operativen Seite verändern globale Handelskonflikte die Warenströme und verschärfen den Wettbewerb für europäische Chemiestandorte. Zwar produziert BASF 80 bis 90 Prozent der in den USA verkauften Waren direkt vor Ort, wodurch das direkte Risiko höherer US-Zölle gering ausfällt. Schwerer wiegt der Gegenwind an den Devisenmärkten. Allein die Schwäche des US-Dollars könnte das operative Ergebnis im ersten Quartal um bis zu 200 Millionen Euro reduzieren.
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Als Gegenmaßnahme verschärft der Konzern seinen Sparkurs. Bis Ende des Jahres peilt das Management nun Kostensenkungen von 2,3 Milliarden Euro an, nachdem das ursprüngliche Ziel von 1,7 Milliarden Euro bereits im vergangenen Jahr übertroffen wurde. Dennoch verfehlt die Prognose für das operative Ergebnis (EBITDA) 2026 mit einem Mittelwert von 6,6 Milliarden Euro die bisherigen Analystenschätzungen deutlich.
Wichtige Termine im Frühjahr
Die strategische Neuausrichtung und die operative Entwicklung stehen Ende April auf dem Prüfstand. Folgende Termine und Meilensteine stehen auf der Agenda:
- 30. April 2026: Vorlage der Q1-Finanzergebnisse
- 30. April 2026: Ordentliche Hauptversammlung in Mannheim
- Ziel 2027: Börsenreife der neuen BASF Beteiligungs SE
Die Hauptversammlung wird über die Ausgliederung des operativen Agricultural Solutions-Bereichs als Sacheinlage abstimmen. Zuvor wird der Quartalsbericht am selben Tag konkrete Belege liefern, inwieweit die forcierten Einsparungen und Preiserhöhungen ausreichen, um die aktuellen Währungseffekte in der Bilanz zu kompensieren.
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