BASF Aktie: Neopentylglykol und Hexandiol teurer

BASF erweitert globale Präsenz mit neuem Labor in Mumbai, investiert in Agrarforschung und hebt Preise für Spezialchemikalien an.

Dieter Jaworski ·
Industrielle Chemieanlage bei Dämmerung mit Fokus auf glänzende Rohrleitungen und moderne Infrastruktur. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Neues Performance Lab in Mumbai eröffnet
  • Investition in Agrarforschung am Standort Limburgerhof
  • Preiserhöhungen für Spezialchemikalien in Europa und Nordamerika
  • Aktienrückkauf über eine Milliarde Euro läuft weiter

BASF setzt seine operative Erneuerung in mehreren Geschäftsbereichen fort, während der Aktienrückkauf im Hintergrund weiterläuft. Mit der Eröffnung eines globalen Performance Labs für Windeln und Superabsorber in Mumbai am Dienstag vergangener Woche erweitert der Konzern seine technische Kundenbetreuung in einer wachstumsstarken Region.

Das Labor soll technische und anwendungstechnische Services für Kunden weltweit bereitstellen und unterstreicht die Bedeutung des asiatischen Marktes für die Sparte Consumer Care.

Investitionen in Forschung und neue Produkte

Parallel dazu stärkt BASF seine Forschungskapazitäten im Agrarbereich. Die Sparte Agricultural Solutions investiert einen niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag in ein neues Climate Center am Standort Limburgerhof. Das Zentrum soll die Forschung zu klimabezogenen Fragestellungen in der Landwirtschaft vorantreiben – ein Bereich, der angesichts zunehmender Wetterextreme an Bedeutung gewinnt.

Auch im Bereich Präzisionslandwirtschaft bleibt BASF aktiv: In Nordamerika brachte der Konzern die nächste Generation seiner Plattform xarvio CONNECT 2.0 auf den Markt. Zugleich präsentierte das Geschäft Personal Care mit Floragenist eine neue Generation floraler Wirkstoffe. Beide Produktlancierungen zeigen, dass BASF trotz makroökonomischer Unsicherheiten kontinuierlich in Innovation investiert.

Preiserhöhungen bei Spezialchemikalien

Auf der Preisseite zog BASF in den vergangenen Wochen nach: In Europa erhöhte der Konzern mit sofortiger Wirkung, beziehungsweise soweit Verträge es zulassen, die Preise für Neopentylglykol um 250 Euro pro Tonne und für 1,6-Hexandiol um 300 Euro pro Tonne.

In den USA und Kanada folgte eine weitere Preisanhebung für Neopentylglykol ab dem 1. September um 0,10 Dollar pro Pfund beziehungsweise 221 Dollar pro Tonne. Diese Schritte deuten auf steigende Rohstoff- oder Energiekosten hin und dürften die Margen im Segment der Spezialchemikalien stützen.

Diese operativen Nachrichten reihen sich ein in ein Umfeld, das für BASF zuletzt durchwachsen verlief: Das Niedrigwasser am Rhein hatte vor rund zwei Wochen einzelne Produktionsanlagen zur Drosselung gezwungen, wobei Vorstandschef Markus Kamieth laut Reuters bislang keine signifikanten Auswirkungen auf das Jahresergebnis sieht. Der bereits Anfang August gestartete Aktienrückkauf über bis zu einer Milliarde Euro läuft derweil unverändert weiter.

Aktie bewegt sich in etabliertem Trendkanal

An der Börse zeigt sich die BASF-Aktie zuletzt leicht unter Druck: Am heutigen Dienstag verliert das Papier 1,3 Prozent und notiert bei 51,69 Euro. Auf Wochensicht steht dennoch ein Plus von 1,6 Prozent, während sich die Aktie über die vergangenen 30 Tage um 7,0 Prozent verteuerte.

Der Kurs bewegt sich damit weiterhin oberhalb seines 200-Tage-Durchschnitts von 48,57 Euro, was auf einen intakten mittelfristigen Aufwärtstrend hindeutet.

Die Vielzahl operativer Meldungen aus verschiedenen Geschäftsbereichen – von Mumbai über Limburgerhof bis Nordamerika – zeigt, dass BASF trotz der Rhein-Problematik und volatiler Rohstoffpreise an seiner strategischen Ausrichtung festhält. Für Anleger bleibt entscheidend, ob die angekündigten Preiserhöhungen die durch Logistikprobleme entstandenen Kosten kompensieren können.

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BASF Aktie

51,83 EUR

– 1,51 EUR -2,83 %
KGV 22,41
Sektor Grundlegende Materialien
Div.-Rendite 4,27 %
Marktkapitalisierung 46,33 Mrd. EUR
Ø Kursziel 52,53 EUR
ISIN: DE000BASF111 WKN: BASF11

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