BASF Aktie: Nur Abschwung?

BASF verkauft Lacksparte und baut Produktion aus, doch steigende Ölpreise gefährden die Strategie. Analysten bleiben vorsichtig optimistisch.

Andreas Sommer ·
BASF Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Verkauf der Lacksparte für 4,3 Milliarden Euro geplant
  • Neue HMD-Anlage in Frankreich in Betrieb genommen
  • Ölpreisschock belastet energieintensive Produktion
  • Analysten bewerten Transformation mit 'Hold'

Der Chemieriese BASF steckt in einem strategischen Dilemma: Während das Unternehmen einerseits sein Geschäftsportfolio radikal verschlankt und Produktionskapazitäten ausbaut, drohen andererseits die eskalierenden Ölpreise die mühsam errungenen Fortschritte zunichte zu machen. Kann der DAX-Schwergewicht die widrigen Rahmenbedingungen meistern?

Verkauf der Lacksparte als Gamechanger?

BASF treibt die Neuausrichtung seines Kerngeschäfts mit Hochdruck voran. Der geplante Verkauf des Lack- und Beschichtungssegments könnte sich als entscheidender Schritt erweisen:

  • Umsatzvolumen: Die Sparte erzielte 2024 stolze 4,3 Milliarden Euro
  • Berater: Bank of America und JPMorgan Chase begleiten den Prozess
  • Zeitplan: Abschluss noch im zweiten Quartal möglich

Hintergrund der Restrukturierung sind die anhaltend hohen Energiepreise und die nachlassende Nachfrage aus China. "Die Maßnahme zeigt, dass BASF bereit ist, hart zu entscheiden", kommentiert ein Marktbeobachter.

Produktionsausbau trotz Gegenwind

Parallel zu den Verkaufsplänen investiert der Konzern massiv in strategische Standorte. In Chalampé, Frankreich, ging jetzt eine neue HMD-Anlage mit einer Kapazität von 260.000 Tonnen pro Jahr ans Netz. Das Vorprodukt ist essenziell für:

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  • Hochleistungspolymere (PA 6.6)
  • Spezialbeschichtungen
  • Automobilindustrie-Anwendungen

Doch just als BASF seine Produktionsbasis stärkt, schlägt die Geopolitik zurück. Die jüngste Eskalation im Nahen Osten trieb die Ölpreise schlagartig nach oben – ein Albtraum für energieintensive Chemieunternehmen.

Analysten bleiben skeptisch

Die Privatbank Berenberg hält sich mit ihrer "Hold"-Empfehlung zurück. Ihre Begründung:

  • Abhängigkeit von politischen Rahmenbedingungen
  • Strategische Weichenstellungen wichtiger als kurzfristige Zahlen
  • Externe Schocks wie Ölpreisspitzen kaum kalkulierbar

Mit einem Kurs von 41,75 Euro (-2,13% am Freitag) kämpft die Aktie deutlich unter ihren wichtigen Durchschnitten (200-Tage-Linie: -7,67%). Die Frage ist: Schafft BASF den Spagat zwischen notwendiger Transformation und den Stürmen der Weltpolitik? Die nächsten Wochen könnten entscheidend sein.

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BASF Aktie

49,75 EUR

+ 0,90 EUR +1,84 %
KGV 29,12
Sektor Grundlegende Materialien
Div.-Rendite 4,89 %
Marktkapitalisierung 41,47 Mrd. EUR
ISIN: DE000BASF111 WKN: BASF11

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