BASF Aktie: Ost trifft West
BASF vollzieht einen tiefgreifenden Konzernumbau mit einer Milliardeninvestition in einen grünen Standort in China und dem Verkauf des traditionsreichen Standorts Höchst.

Kurz zusammengefasst
- Größte Einzelinvestition in grünen Standort Zhanjiang
- Verkauf der Produktionsanlagen am Standort Höchst
- Strategische Neuausrichtung auf den chinesischen Markt
- Aktienkurs notiert nahe 52-Wochen-Hoch
8,7 Milliarden Euro in China, gleichzeitig Rückzug aus Frankfurt-Höchst — BASF vollzieht gerade einen der tiefgreifendsten Umbauakte seiner Geschichte. Beide Schritte wurden in dieser Woche offiziell bestätigt.
Rekordinvestition mit grünem Anspruch
Der neue Verbundstandort im südchinesischen Zhanjiang ist die größte Einzelinvestition, die BASF je getätigt hat. Herzstück des Werks ist ein Steam Cracker, dessen Bau allein rund eine Milliarde Euro kostete und fast sechs Jahre dauerte. Technologisch setzt der Standort einen klaren Akzent: Er wird vollständig mit erneuerbarem Strom betrieben, der CO2-Fußabdruck soll nur halb so groß ausfallen wie bei vergleichbaren konventionellen Anlagen.
Der strategische Hintergrund ist eindeutig. China absorbiert heute mehr als 50 Prozent der weltweiten Chemienachfrage — und BASF erwirtschaftet dort bereits rund 14 Prozent seines Konzernumsatzes. Mit dem neuen Werk will der Konzern Lieferwege verkürzen und Produkte direkt für den lokalen Markt fertigen, statt sie aus Europa zu verschiffen.
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Höchst wird verkauft
Parallel trennt sich BASF von seinen verbliebenen Produktionsanlagen am traditionsreichen Industriepark Höchst. Käufer ist die ProChem InnoTec GmbH. Die Übergabe der Anlagen ist für Ende des ersten Quartals 2027 geplant.
Das Muster dahinter ist konsistent: Ältere europäische Standorte mit hohen Energiekosten weichen moderneren, margenstärkeren Projekten. Höchst steht sinnbildlich für diese Verschiebung.
Die BASF-Aktie notiert mit rund 51,36 Euro nahe ihrem 52-Wochen-Hoch und hat seit Jahresbeginn knapp 15 Prozent zugelegt — der Markt quittiert den Konzernumbau bislang positiv. Ob Zhanjiang die erhoffte Wirkung auf operative Margen entfaltet, wird sich spätestens in den Quartalsergebnissen der zweiten Jahreshälfte 2026 zeigen. Das geopolitische Risiko einer tiefen China-Abhängigkeit bleibt dabei der entscheidende Gegenposten in der Rechnung.
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