BASF Aktie: Rückkäufe unter Druck

BASF kauft eigene Aktien massiv zurück, doch steigende Rohstoffkosten und das milliardenschwere China-Projekt belasten weiterhin die Aktienkursentwicklung des Chemiekonzerns.

Kurz zusammengefasst:
  • Massive Aktienrückkäufe in kurzer Zeit
  • Ölpreisschock durch Venezuela-Krise
  • Kostenrisiken bei Mega-Projekt in China
  • Verkauf von Glycinat-Geschäft steht bevor

BASF treibt sein Aktienrückkaufprogramm mit hohem Tempo voran – allein zwischen dem 29. Dezember und 2. Januar kaufte der Konzern über 623.000 eigene Aktien zurück. Doch die selbst geschaffene Kursstütze kämpft gegen zwei mächtige Gegenströme: die anhaltende Skepsis um das Milliarden-Projekt in China und einen geopolitischen Ölpreis-Schock aus Venezuela.

Die wichtigsten Fakten:
– Insgesamt 8,65 Millionen Aktien seit Programmstart im November 2025 zurückgekauft
– Ölpreise steigen nach Festnahme des venezolanischen Präsidenten Maduro
– Verkauf des Glycinat-Geschäfts steht vor Abschluss im ersten Quartal 2026
– Aktie schloss am Montag bei 43,89 Euro

BASF

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China-Projekt bleibt Belastung

Die konsequente Umsetzung des Rückkaufprogramms zeigt: BASF will seinen Aktionären Kapital zurückgeben. Der neunte Zwischenbericht dokumentiert den stetigen Erwerb eigener Anteile. Diese Nachfrage des Unternehmens selbst wirkt stabilisierend auf den Kurs.

Dennoch konnte sie einen schwachen Wochenauftakt nicht verhindern. Der Grund liegt in Zhanjiang: Das geplante Mega-Werk in China bindet enorme Investitionssummen. Anleger befürchten Kostenüberschreitungen beim Bau der neuen Verbundanlage. Die strategische Bedeutung des Projekts für den Zugang zum chinesischen Markt ist unstrittig – das finanzielle Risiko aber ebenso.

Ölpreis-Turbulenzen treffen Kalkulation

Die Festnahme Nicolás Maduros durch US-Kräfte hat die Energiemärkte in Aufruhr versetzt. WTI und Brent legten zu, US-Ölkonzerne wie Chevron und Exxon Mobil profitierten. Für BASF als energieintensiven Chemiekonzern bedeutet dies höhere Rohstoffkosten: Naphtha, eine zentrale Ausgangsbasis für die Produktion, wird teurer.

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Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen an der Portfolio-Optimierung. Der im November angekündigte Verkauf des weltweiten Glycinat-Geschäfts an Biochem soll im ersten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Die Transaktion setzt Liquidität frei und schärft den Fokus auf Kernbereiche. Ob dies ausreicht, um die steigenden Inputkosten zu kompensieren, bleibt offen.

Entscheidende Wochen stehen bevor

Das Aktienrückkaufprogramm läuft weiter und bildet eine technische Unterstützung. Die wöchentlichen Updates schaffen Transparenz und kontinuierliche Nachfrage. Entscheidend wird jedoch die Entwicklung der Ölpreise in den kommenden Wochen sein.

Der Abschluss des Glycinat-Deals im ersten Quartal bringt frische Mittel. Anleger sollten zudem auf Updates zum Baufortschritt in Zhanjiang achten – jede Verzögerung oder Kostenexplosion dürfte den Kurs belasten. Die Volatilität von über 70 Prozent auf 30-Tage-Sicht spiegelt die Unsicherheit wider.

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