BASF Aktie: Sparmodus und grüne Chemie

BASF führt emissionsärmere Chemikalien ein und treibt gleichzeitig ein umfangreiches Sparprogramm voran, um die erwartete Erholung ab 2027 zu stützen.

Kurz zusammengefasst:
  • Neue Produktlinie mit geringerem CO₂-Fußabdruck
  • Sparziel von 2,3 Milliarden Euro bis Ende 2026
  • Stabile Dividende und laufende Aktienrückkäufe
  • Erholung der Geschäfte frühestens Ende 2026 erwartet

BASF jongliert derzeit zwei Prioritäten gleichzeitig: den harten Sparkurs zur Kostensenkung und den strategischen Ausbau emissionsärmerer Produkte. Wie das zusammenpasst, zeigt ein Blick auf die aktuellen Maßnahmen des Ludwigshafener Chemiekonzerns.

Neue Produktlinie mit reduziertem CO₂-Fußabdruck

Die Intermediates-Sparte führt neue Varianten für vier Grundchemikalien ein – Butandiol, Tetrahydrofuran, PolyTHF und N-Methylpyrrolidon – die am Standort Ludwigshafen produziert werden. Der sogenannte reduzierte Product Carbon Footprint (rPCF) wird durch emissionsärmere Rohstoffe und Betriebsmittel erreicht. Gegenüber den Standardprodukten sinkt der CO₂-Fußabdruck um mindestens zehn Prozent.

BASF

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Für Kunden aus Automobil, Pharma, Elektronik und Konsumgütern ist das attraktiv: Die rPCF-Varianten lassen sich ohne Anpassungen an bestehenden Anlagen oder Formulierungen einsetzen. Damit hilft BASF seinen Abnehmern, ihre Scope-3-Emissionen – also die indirekten Emissionen entlang der Lieferkette – zu senken, ohne eigene Produktionsprozesse umzubauen.

Harter Sparkurs trotz strategischer Investitionen

Die neue Produktlinie steht vor dem Hintergrund eines anspruchsvollen Jahres. Für 2026 erwartet BASF ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro – nach 6,6 Milliarden Euro im Vorjahr. CEO Markus Kamieth rechnet mit einer Erholung frühestens Ende 2026, realistischer sei erst 2027.

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Entsprechend zieht der Konzern die Kostenschraube weiter an. Bis Ende 2025 wurden bereits 1,7 Milliarden Euro an jährlichen Einsparungen realisiert, das Ziel für Ende 2026 liegt bei 2,3 Milliarden Euro. Seit Ende 2023 wurden 4.800 Stellen abgebaut, weitere Kürzungen in Verwaltung und IT sind geplant. Die Sachinvestitionen für 2026 bis 2029 sinken um 20 Prozent auf 13 Milliarden Euro. Parallel laufen Portfoliobereinigungen: Der Verkauf des Geschäfts mit optischen Aufhellern an Catexel wurde Ende Februar abgeschlossen, die Lacksparte soll im zweiten Quartal folgen.

Gleichzeitig setzt BASF das laufende Aktienrückkaufprogramm über 1,5 Milliarden Euro konsequent fort – allein in der Woche vom 2. bis 6. März wurden rund 3,6 Millionen eigene Aktien zurückgekauft. Die Dividende soll mit 2,25 Euro je Aktie stabil bleiben, die Ausschüttung ist für den 6. Mai 2026 geplant.

Die Aktie notiert aktuell knapp unterhalb ihres 50-Tage-Durchschnitts und liegt rund 14 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom März 2025. Die Kombination aus stabiler Dividende, laufendem Rückkaufprogramm und konkreten Kostensenkungszielen bildet das Fundament, auf dem BASF die schwierige Übergangsphase überbrücken will – ob die Erholung 2027 tatsächlich einsetzt, hängt maßgeblich von der globalen Industrienachfrage und der weiteren Entwicklung der Energiepreise ab.

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