BASF Aktie: Terminalausbau in Ludwigshafen bis 2028
BASF investiert dreistellig in den Ausbau des Ludwigshafener Kombiverkehrsterminals, um Lieferketten bei Niedrigwasser zu stabilisieren. Der Bund fördert das Projekt mit 51 Millionen Euro.

Kurz zusammengefasst
- Bund fördert Terminalausbau mit 51 Millionen
- Ziel: Weniger Abhängigkeit von Rheinschifffahrt
- Warnstreiks an sechs deutschen Seehäfen
- Aktie trotz Logistikrisiken im Aufwärtstrend
BASF hat am Montag den Ausbau seines Kombiverkehrsterminals in Ludwigshafen begonnen. Der Bund fördert das Vorhaben mit knapp 51 Millionen Euro, die Gesamtinvestition liegt im niedrigen dreistelligen Millionenbereich. Fertig sein soll das Terminal 2028. Hinter dem Projekt steckt mehr als eine Standortentscheidung: Es ist eine Antwort auf ein Problem, das den Konzern seit Jahren begleitet – sinkende Pegelstände am Rhein.
Niedrigwasser drückt auf die Logistik
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger warb beim Spatenstich für den Ausbau von Wasserstraßen und die Vertiefung von Fahrrinnen. Der Hintergrund ist konkret: Bis Mitte September wird erneut Niedrigwasser erwartet.
BASF-Chef Markus Kamieth bestätigte, dass die sinkenden Pegel die Lieferketten belasten und die Produktionsrisiken von Woche zu Woche steigen. Die Vorbereitungen seien allerdings besser als beim Niedrigwasser-Jahr 2018 – und aufs Gesamtergebnis habe die Situation bislang keine signifikanten Auswirkungen, so Kamieth.
Genau hier setzt der Terminalausbau an. Das Kombiverkehrsterminal Ludwigshafen zählt zu den größten Europas: Täglich werden dort mehr als 1.100 Ladeeinheiten auf bis zu 25 Ganzzüge verladen, seit dem Jahr 2000 sind über 7,5 Millionen Umschläge zusammengekommen. Rund 30 bis 40 Prozent der transportierten Güter stammen von BASF selbst.
Der kombinierte Verkehr aus Schiene, Straße und Wasserstraße spart nach Angaben des Verkehrsministeriums täglich 17.000 Lkw-Fahrten und jährlich 3,4 Millionen Tonnen CO2 ein. Mit dem Ausbau will BASF die Abhängigkeit von der Rheinschifffahrt bei Niedrigwasser gezielt verringern und Fracht stärker auf die Schiene verlagern.
Zweite Baustelle: Streiks an den Seehäfen
Während in Ludwigshafen gebaut wird, brodelt es an anderer Stelle in der Logistikkette. Seit Montag ruft Verdi zu 24-stündigen Warnstreiks an sechs deutschen Seehäfen auf – Hamburg, Bremerhaven, Bremen, Wilhelmshaven, Emden und Brake sind betroffen.
Die Gewerkschaft fordert für rund 11.000 Beschäftigte 8,2 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von einem Jahr, die Arbeitgeberseite bietet 5,1 Prozent bei 19 Monaten. Mehr als 6.100 Befragte lehnten das Angebot ab, ein dritter Verhandlungstermin steht noch aus.
Betroffen sind unter anderem die Automobil- und die Chemiebranche – Sektoren, in denen BASF als Zulieferer und Abnehmer aktiv ist. Zur vorherigen Tarifrunde 2023 hatte man sich noch ohne Streiks in erster Runde geeinigt.
Für BASF summieren sich damit zwei parallele Logistikrisiken: unsichere Rheinpegel und mögliche Verzögerungen an den Seehäfen. Der Terminalausbau in Ludwigshafen adressiert nur eines der beiden Probleme, dafür aber mit langfristiger Wirkung bis 2028.
Aktie bewegt sich in ruhigem Fahrwasser
Der parallel laufende Aktienrückkauf über bis zu eine Milliarde Euro, der bis Ende April 2027 terminiert ist, soll das eingesetzte Kapital effizienter nutzen und die Ertragskraft je Aktie steigern.
An der Börse zeigte sich das Papier zuletzt wenig beeindruckt von den Logistikthemen: Am Montag schloss die Aktie bei 50,50 Euro, ein Minus von 1,0 Prozent. Auf Sicht von 30 Tagen steht dennoch ein Plus von 5,4 Prozent zu Buche, seit Jahresbeginn summiert sich der Zuwachs auf 14 Prozent. Zum 52-Wochen-Hoch von 55,05 Euro, erreicht im April, fehlen dem Kurs derzeit noch 8,3 Prozent.
BASF-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BASF-Analyse vom 18. August liefert die Antwort:
Die neusten BASF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BASF-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BASF: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...