BASF Aktie: Umbau auf drei Ebenen
Der Chemiekonzern treibt seinen Umbau mit Preisanhebungen bei Aminen, Portfolioverkäufen und einem milliardenschweren Rückkaufprogramm voran. Die Quartalszahlen Ende April werden die erste Bewährungsprobe.

Kurz zusammengefasst
- Preiserhöhungen für Amine um bis zu 30 Prozent
- Verkauf von Geschäftsbereichen und Technologieportfolios
- Aktienrückkäufe im Wert von 1,5 Milliarden Euro bis Juni
- Erste Quartalszahlen Ende April als Belastungstest
BASF dreht gleichzeitig an mehreren Stellschrauben. Preiserhöhungen, Portfolioverkäufe und ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm — der Chemiekonzern gestaltet seinen Umbau mit bemerkenswerter Gleichzeitigkeit.
Preiserhöhung trifft empfindliche Lieferkette
Den jüngsten Schritt vollzieht BASF im Amin-Geschäft: Das Standard-Portfolio wird in Europa mit sofortiger Wirkung um bis zu 30 Prozent teurer — für einzelne Produkte sogar darüber hinaus. Als Begründung nennt das Unternehmen gestiegene Rohstoff-, Logistik-, Verpackungs- und Energiekosten. Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass Amine zentrale Vorprodukte für Pflanzenschutzmittel, insbesondere Herbizide, sind. Die Preiserhöhung könnte sich damit durch die gesamte landwirtschaftliche Lieferkette ziehen.
Parallel läuft die Portfoliobereinigung. Ende Februar 2026 schloss BASF den Verkauf des Geschäfts mit optischen Aufhellern an Catexel ab. Im März folgte die Vereinbarung zum Verkauf des Aseptrol®-Technologieportfolios an Oxidium Technologies. Finanziellen Details zu beiden Transaktionen wurden nicht offengelegt. Im zweiten Quartal soll zudem die Coatings-Sparte veräußert werden.
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Aktionäre werden großzügig bedacht
Das Aktienrückkaufprogramm läuft währenddessen auf hohem Niveau. Seit dem Programmstart im November 2025 kaufte BASF bereits knapp 17,6 Millionen eigene Aktien zurück — allein in der Woche vom 2. bis 6. März waren es rund 3,6 Millionen Stück. Das laufende Teilprogramm umfasst bis zu 1,5 Milliarden Euro und läuft bis Ende Juni 2026. Eingebettet ist es in ein Gesamtprogramm von 4 Milliarden Euro bis 2028. Inklusive einer Dividende von mindestens 2,25 Euro je Aktie plant BASF bis 2028 eine Gesamtausschüttung von mindestens 12 Milliarden Euro.
Die Stimmung gegenüber der Aktie bleibt trotzdem verhalten. Die EBITDA-Prognose für 2026 von 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro verfehlt mit ihrer Obergrenze den Analystenkonsens von 7,02 Milliarden Euro knapp. Zusätzlich belastet ein schwächerer US-Dollar das laufende Quartal — BASF bezifferte den Währungsgegenwind für Q1 auf rund 200 Millionen Euro. Seit Ende 2023 wurden bereits 4.800 Stellen abgebaut, weitere Funktionen sollen nach Indien und Malaysia verlagert werden.
Erster Belastungstest Ende April
Am 29. und 30. April 2026 legt BASF die Zahlen für das erste Quartal vor. Dann zeigt sich erstmals, ob die massiven Preisaufschläge bei Kunden tatsächlich durchgesetzt werden konnten — oder ob die Volumina darunter gelitten haben. Am 30. April findet zeitgleich die Hauptversammlung statt, auf der Mark Garrett in den Aufsichtsrat einziehen soll. Die Q1-Ergebnisse werden die erste konkrete Messlatte für die Wirksamkeit des laufenden Umbaus liefern.
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