BASF Aktie: Versteckte Fallstricke?

Nach enttäuschendem Geschäftsjahr 2025 erhöht der Chemiekonzern sein Einsparziel auf 2,3 Milliarden Euro und kürzt Investitionen. Tausende Stellen fallen weg, während die Dividende gehalten wird.

Kurz zusammengefasst:
  • Erhöhtes Einsparziel von 2,3 Milliarden Euro
  • Weiterer Stellenabbau nach 4.800 Kündigungen
  • Investitionsplan um 20 Prozent gekürzt
  • Dividende von 2,25 Euro je Aktie bleibt

BASF dreht die Kostenschraube weiter – und signalisiert damit, wie angespannt die Lage im europäischen Chemiesektor tatsächlich ist. Nach einem schwachen Geschäftsjahr 2025 und einem Ausblick, der die Erwartungen klar verfehlt, reagiert der DAX-Konzern mit drastischen Maßnahmen: Das Einsparziel wurde um 700 Millionen Euro erhöht, Tausende Stellen fallen weg, Investitionen werden massiv gekürzt.

Enttäuschende Bilanz und vorsichtiger Ausblick

Das Geschäftsjahr 2025 verlief für BASF ernüchternd. Das bereinigte EBIT brach um 18,1 Prozent ein, das EBITDA vor Sondereinflüssen sank auf 6,6 Milliarden Euro. Für 2026 stellt der Konzern nun 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro in Aussicht – die untere Hälfte dieser Spanne liegt deutlich unter den Analystenerwartungen von rund 7 Milliarden Euro.

BASF

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Vorstandschef Markus Kamieth macht wenig Hoffnung auf baldige Besserung: Weder von einer konjunkturellen Belebung noch von einer Entspannung geopolitischer Spannungen geht das Management kurzfristig aus. Beim Free Cashflow rechnet BASF mit 1,5 bis 2,3 Milliarden Euro.

Radikaler Kahlschlag bei Kosten und Personal

Die Reaktion fällt entsprechend hart aus. BASF hebt das jährliche Einsparziel bis Ende 2026 von 1,6 auf 2,3 Milliarden Euro an. Seit Ende 2023 wurden bereits 4.800 Stellen gestrichen, weitere Kürzungen in Verwaltung und IT folgen. Zudem verlagert der Konzern Funktionen nach Indien und Malaysia – im ersten Quartal 2026 soll ein globaler Digital Hub in Hyderabad eröffnen.

Die Sachinvestitionen für 2026 bis 2029 werden um 20 Prozent auf 13 Milliarden Euro gekürzt. Parallel läuft ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 1,5 Milliarden Euro, das bis Juni 2026 abgeschlossen sein soll. Allein in der letzten Februarwoche kaufte BASF rund 673.000 eigene Aktien zurück.

Konzernumbau schreitet voran

Gleichzeitig treibt BASF den Portfolioumbau voran. Der Verkauf des Geschäfts mit optischen Aufhellern an Catexel ist abgeschlossen, die Lacksparte soll im zweiten Quartal 2026 folgen. Die Agrarsparte wird für einen möglichen Börsengang bis 2027 vorbereitet.

An der Dividende von 2,25 Euro je Aktie hält der Konzern fest – trotz angespannter Kassenlage. Der Free Cashflow von 1,34 Milliarden Euro im Jahr 2025 reichte nicht aus, um die Ausschüttung von rund 2 Milliarden Euro vollständig zu decken.

Strukturelle Probleme bleiben bestehen

Die Analysten bleiben gespalten: Berenberg hob Anfang März von „Sell“ auf „Hold“ hoch, J.P. Morgan bleibt skeptisch, Goldman Sachs sieht hingegen Potenzial. Besonders das China-Engagement – vor allem der neue Verbundstandort in Zhanjiang – gilt als strategisch entscheidend, birgt aber auch Risiken durch Überkapazitäten und fallende Preise.

Am 30. April 2026 steht die Hauptversammlung in Mannheim an. Dort wird sich zeigen müssen, ob BASF mit dem verschärften Sparkurs die Wende schaffen kann – oder ob der Konzern zum Dauerpatienten im DAX wird.

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