BASF Aktie: Warten auf die Carlyle-Milliarden
Der Verkauf des Coatings-Geschäfts bringt BASF frische 5,8 Milliarden Euro, während Währungseffekte das operative Ergebnis belasten und die Dividende den Free Cashflow übersteigt.

Kurz zusammengefasst
- Verkauf der Coatings-Sparte an Carlyle steht bevor
- US-Dollar-Schwäche drückt operatives Ergebnis
- Dividende übersteigt aktuellen Free Cashflow
- Kosteneinsparungen auf 2,3 Milliarden Euro erhöht
Während ein schwacher US-Dollar das operative Geschäft belastet, steht dem Chemieriesen eine massive Finanzspritze ins Haus. Der milliardenschwere Verkauf des Coatings-Geschäfts rückt näher und überlagert eine heikle Dividendenpolitik, die derzeit nicht vollständig durch den Barmittelzufluss gedeckt ist.
Das makroökonomische Umfeld verlangt dem Management einiges ab. Besonders die anhaltende Schwäche des US-Dollars macht sich in der Bilanz bemerkbar. Allein im ersten Quartal könnte dieser Währungseffekt das operative Ergebnis um bis zu 200 Millionen Euro schmälern. Diese Belastung trifft auf eine ohnehin vorsichtige Jahresprognose. Das für 2026 angepeilte EBITDA vor Sondereinflüssen von 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro verfehlt mit seinem Mittelwert die Konsensschätzungen der Analysten deutlich.
Frisches Kapital und strenger Sparkurs
Entlastung verspricht der bevorstehende Abschluss des Coatings-Verkaufs an Carlyle. Die Transaktion bewertet die Sparte mit 7,7 Milliarden Euro und soll im zweiten Quartal 2026 einen Mittelzufluss vor Steuern von rund 5,8 Milliarden Euro in die Kassen spülen. BASF behält dabei einen 40-prozentigen Eigenkapitalanteil am neuen Unternehmen.
Parallel dazu liefert der Konzern auf der Kostenseite ab. Das Einsparziel für das laufende Jahr wurde auf 2,3 Milliarden Euro angehoben, nachdem die Vorgaben für 2025 bereits übertroffen wurden. Diese ehrgeizigen Einsparungen sind mit Blick auf die Kapitalstruktur auch nötig. Die geplante Dividende von 2,25 Euro je Aktie offenbart eine Schwachstelle: Der Free Cashflow von 1,34 Milliarden Euro aus dem vergangenen Jahr deckt die Ausschüttung nicht vollständig ab.
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Juristische Optionen in den USA
Gleichzeitig prüft das Management rechtliche Schritte in den USA. Nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofs könnten unrechtmäßig erhobene Zölle der Trump-Ära zurückgefordert werden. Finanzchef Dirk Elvermann dämpfte jedoch allzu hohe Erwartungen an einen plötzlichen Geldregen. Da 80 bis 90 Prozent der in den USA verkauften Produkte lokal hergestellt werden, fallen die direkten Zollauswirkungen für den Konzern relativ gering aus.
Die kommenden Wochen bringen nun Klarheit über die tatsächliche operative Entwicklung und wichtige gesellschaftsrechtliche Weichenstellungen:
- 30. April 2026: Vorlage der Q1-Finanzergebnisse und Hauptversammlung in Mannheim.
- 4. Mai 2026: Ex-Tag für die vorgeschlagene Dividende.
- 6. Mai 2026: Geplante Auszahlung der Gewinnbeteiligung.
Ein zentraler Punkt der anstehenden Hauptversammlung wird neben der Dividendenabsegnung die Genehmigung zur Ausgliederung des operativ geführten Teils der Agrarsparte in Deutschland sein.
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