BASF Aktie: Widerstandsfähig trotz Gegenwind
BASF verzeichnet im ersten Quartal 2026 einen deutlichen Gewinnanstieg, während Umsatz und operatives Ergebnis rückläufig sind. Sondereffekte stützen das Resultat.

Kurz zusammengefasst
- Umsatz sinkt um drei Prozent
- Gewinn steigt dank Sondereffekten
- Stellenabbau in Ludwigshafen läuft weiter
- Jahresprognose trotz Iran-Krieg bestätigt
Der Chemiekonzern aus Ludwigshafen hat seine Quartalszahlen vorgelegt — und die Botschaft ist zweigeteilt. Umsatz und operatives Ergebnis gaben nach, doch unter dem Strich sprang der Gewinn kräftig an. Kein Wunder, dass die Aktie im Tagesverlauf ins Plus drehte.
Zahlen mit Licht und Schatten
Im ersten Quartal 2026 schrumpfte der Umsatz im Jahresvergleich um drei Prozent auf 16 Milliarden Euro. Niedrigere Verkaufspreise und Währungsgegenwind — vor allem durch den schwachen US-Dollar und den chinesischen Renminbi — fraßen sich durch die Erlöse. Das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen (EBITDA) fiel um knapp sechs Prozent auf 2,36 Milliarden Euro.
Dabei hebt der Finanzvorstand einen entscheidenden Punkt hervor: Ohne die Währungsbelastungen von mehr als 100 Millionen Euro wäre das EBITDA auf Vorjahresniveau geblieben. Das gibt dem Rückgang eine andere Färbung.
Auf der anderen Seite sprang der auf Aktionäre entfallende Gewinn um knapp 15 Prozent auf 927 Millionen Euro — allerdings dank zweier Sondereffekte. Eine Zahlung des Bundes aus Staatsgarantien für frühere Russlandaktivitäten der Tochter Wintershall DEA belief sich auf 800 Millionen Euro. Hinzu kamen Erlöse aus dem Teilverkauf der Beteiligung am britischen Ölkonzern Harbour Energy, an dem BASF noch rund 30 Prozent hält.
Ludwigshafen und das neue China-Standbein
Das Stammwerk in Ludwigshafen bleibt der neuralgische Punkt. Hohe Energiepreise und Unterauslastung drücken die Marge. Den bereits laufenden Stellenabbau wird der Konzern 2026 und 2027 fortsetzen — betriebsbedingte Kündigungen sind per Vereinbarung allerdings bis Ende 2028 ausgeschlossen. Größere zusätzliche Anlagenschließungen sind nicht geplant.
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Parallel läuft der neue Verbundstandort im südchinesischen Zhanjiang an, in den BASF 8,7 Milliarden Euro investiert hat. Im ersten Betriebsjahr rechnet der Vorstand dort mit einem leicht negativen Ergebnisbeitrag — Anlaufverluste, die der Konzern als temporär einkalkuliert.
Für das Gesamtjahr 2026 bleibt das Management bei seiner EBITDA-Prognose von 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro. Gleichzeitig warnt es, dass sich die wirtschaftlichen Annahmen als zu optimistisch erweisen könnten. Beim Ölpreis etwa kalkuliert BASF mit durchschnittlich 65 Dollar je Barrel — ein Wert, der angesichts eines aktuellen Brent-Preises von über 125 Dollar je Barrel erheblich unter dem Marktpreis liegt. Der Iran-Krieg bringt hier zusätzliche Unsicherheit. Dennoch hält der Vorstand an den Jahreszielen fest.
Das Sparprogramm soll bis Ende 2026 jährliche Kosteneinsparungen von 2,3 Milliarden Euro liefern. Zusammen mit dem erwarteten Free Cashflow von 1,5 bis 2,3 Milliarden Euro — nach rund 1,3 Milliarden Euro in 2025 — zeichnet sich zumindest auf dem Papier eine schrittweise Erholung ab.
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