BASF Aktie: Zahlen-Tag naht

BASF verfehlte 2025 das EBITDA-Ziel, überraschte aber mit starkem Free Cashflow. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf den Ausblick und die Dividende für 2026.

Redaktion Stock-World ·
BASF Aktie (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • EBITDA 2025 unter eigener Prognosespanne
  • Free Cashflow deutlich über Erwartungen
  • Fokus auf Ausblick und Dividende für 2026
  • Restrukturierung schreitet schneller voran

Am Freitag wird es konkret: BASF legt die finalen Geschäftszahlen für 2025 vor – und die Erwartungen sind nach den vorläufigen Eckdaten durchwachsen. Während der Free Cashflow positiv überrascht hat, verfehlte der Ludwigshafener Chemiekonzern beim operativen Ergebnis die eigene Prognose. Welche Signale setzt Vorstandschef Kamieth für 2026?

EBITDA knapp unter Plan

Die vorläufigen Zahlen vom Januar zeigten: Das EBITDA vor Sondereinflüssen erreichte 6,6 Milliarden Euro. Das liegt zwar unter der im Oktober ausgegebenen Prognosespanne von 6,7 bis 7,1 Milliarden Euro, entspricht aber einem kontrollierten Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert von 7,2 Milliarden Euro (ohne die abgespaltene Coatings-Sparte). Verantwortlich waren niedrigere Margen und negative Währungseffekte, die höhere Absatzmengen nicht kompensieren konnten.

Der Umsatz ging leicht auf 59,7 Milliarden Euro zurück, nach 61,4 Milliarden Euro im Jahr 2024. Beim EBIT hingegen ergab sich mit 1,6 Milliarden Euro eine deutliche Lücke zum Analystenkonsens von 2,2 Milliarden Euro – der Grund: erheblich höhere Restrukturierungskosten als erwartet.

Cashflow überrascht

Deutlich besser als gedacht entwickelte sich der Free Cashflow: Mit 1,3 Milliarden Euro übertraf BASF sowohl die eigene Prognose (0,4 bis 0,8 Milliarden Euro) als auch die Analystenschätzungen (0,6 Milliarden Euro) klar. Treiber waren gesunkene Investitionsausgaben, die von 6,2 Milliarden Euro auf 4,3 Milliarden Euro zurückgingen.

Das Nettoergebnis lag mit 1,6 Milliarden Euro ebenfalls über den Erwartungen und dem Vorjahreswert von 1,3 Milliarden Euro. Hauptgrund war ein höherer Ergebnisbeitrag aus der Beteiligung an Wintershall Dea.

Worauf Anleger am Freitag achten sollten

Am 27. Februar ab 7:00 Uhr MEZ wird der vollständige BASF Report 2025 veröffentlicht. Ab 9:00 Uhr folgt die Analystenkonferenz, ab 10:30 Uhr die Pressekonferenz mit Kamieth und Finanzvorstand Elvermann.

Besonders im Fokus dürfte der Ausblick für 2026 stehen. Zudem erwarten Investoren Klarheit zur Dividende – nach 2,25 Euro je Aktie für 2024 hatte BASF mindestens diesen Betrag als jährliches Ziel formuliert. Spannend wird auch der Fortschritt beim Kostensenkungsprogramm: Bis Ende 2026 sollen jährliche Einsparungen von 2,1 Milliarden Euro erreicht werden. Ende 2024 lag die Run-Rate bei rund 1 Milliarde Euro.

Restrukturierung läuft schneller als geplant

BASF betonte bei der Vorlage der vorläufigen Zahlen, bei den Umbaumaßnahmen schneller voranzukommen als ursprünglich geplant. Die Sonderbelastungen im EBIT summierten sich auf minus 1,3 Milliarden Euro, teilweise kompensiert durch den Verkauf des Dekorfarbengeschäfts an Sherwin-Williams im Oktober 2025.

Parallel kündigte der Konzern am heutigen Mittwoch eine Preiserhöhung für MDI-Basisprodukte in den ASEAN-Staaten um 200 US-Dollar pro Tonne an – mit sofortiger Wirkung. Als Begründung nannte BASF anhaltend steigende Rohstoffkosten. MDI ist ein zentraler Rohstoff für Polyurethan-Schäume in der Bau- und Autoindustrie. Bereits Anfang Februar hatte der Konzern eine entsprechende Erhöhung für TDI im asiatisch-pazifischen Raum durchgesetzt.

Die Aktie notiert aktuell bei 49,10 Euro und liegt damit rund zehn Prozent über dem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt. Der Aktienrückkauf läuft unterdessen weiter: In der Woche vom 16. bis 20. Februar wurden 1,25 Millionen Aktien zurückgekauft.

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BASF Aktie

51,24 EUR

– 0,39 EUR -0,76 %
KGV 21,36
Sektor Grundlegende Materialien
Div.-Rendite 4,35 %
Marktkapitalisierung 44,96 Mrd. EUR
Ø Kursziel 52,47 EUR
ISIN: DE000BASF111 WKN: BASF11

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