Bayer Aktie: Alles hängt am 27. April

Der US Supreme Court verhandelt am 27. April einen Grundsatzfall zu Glyphosat-Klagen, der über die Zukunft von Bayer entscheiden könnte. Der Konzern kämpft mit Milliardenverlusten und erwartet weiteren negativen Cashflow.

Eduard Altmann ·
Bayer Aktie

Kurz zusammengefasst

  • US-Höchstgericht verhandelt Grundsatzfall zu Glyphosat-Klagen
  • Bayer meldet Milliardenverlust durch Rechtskosten
  • Erwarteter negativer Free Cash Flow für 2026
  • Aktie notiert technisch im überverkauften Bereich

Ein Datum dominiert derzeit die Bayer-Investmentstory: der 27. April. An diesem Tag verhandelt der US Supreme Court den Fall „Durnell“ — und damit eine Grundsatzfrage, die über das juristische Schicksal von rund 67.000 noch offenen Glyphosat-Klagen entscheiden könnte.

Was in Washington auf dem Spiel steht

Bayer will vom Höchstgericht eine Grundsatzentscheidung erwirken, ob Bundesrecht bei der Kennzeichnungspflicht von Herbiziden Vorrang vor einzelstaatlichem Recht hat. Ein Urteil zugunsten des Konzerns würde den Klägern in Tausenden von Roundup-Fällen die rechtliche Grundlage entziehen. Seit der Monsanto-Übernahme 2018 schleppt Bayer diese Altlast mit sich — und die Bilanz zeigt, wie schwer sie wiegt.

Für 2025 meldete der Konzern einen Nettoverlust von 3,62 Milliarden Euro. Haupttreiber waren Sonderaufwendungen für Rechtsfälle von rund sechs Milliarden Euro. Immerhin blieb der operative Cashflow mit 2,08 Milliarden Euro im Plus — allerdings nach erheblichen Vergleichszahlungen. Für 2026 rechnet das Management mit einem negativen Free Cash Flow zwischen minus 1,5 und minus 2,5 Milliarden Euro, weil weitere Vergleichszahlungen von rund fünf Milliarden Euro erwartet werden. Die Dividende bleibt auf dem gesetzlichen Minimum von 0,11 Euro je Aktie.

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Technisch überverkauft — fundamental getrieben

Die Aktie notiert rund 22 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 49,17 Euro und liegt mit einem RSI von 16,5 tief im überverkauften Bereich — ein Niveau, das technisch orientierte Anleger häufig als Indikator für eine kurzfristige Stabilisierung werten. Ob daraus eine nachhaltige Erholung wird, hängt weniger von der Charttechnik ab als von den Ereignissen der nächsten Wochen.

Neben dem Supreme Court-Termin steht am 24. April die Hauptversammlung an, auf der das Management voraussichtlich Details zur Restrukturierung unter dem Modell „Dynamic Shared Ownership“ präsentiert. Jährliche Einsparungen von zwei Milliarden Euro sind das Ziel. Für Bayer verdichten sich damit in wenigen Tagen die entscheidenden Weichenstellungen: Kostenstruktur, Pharma-Pipeline und das Ende — oder die Fortsetzung — des Glyphosat-Kapitels.

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Bayer Aktie

37,89 EUR

– 0,58 EUR -1,51 %
KGV 0,00
Sektor Gesundheitswesen
Div.-Rendite 0,29 %
Marktkapitalisierung 37,71 Mrd. EUR
ISIN: DE000BAY0017 WKN: BAY001

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