Drei Jahre Chaos, Milliardenverluste und ein Aktienkurs im freien Fall – dann kam Bill Anderson. Der neue Bayer-Chef überrascht mit einem Turnaround, der vielen unmöglich schien. Vertragsverlängerung bis 2029, angehobene Prognose und ein spektakulärer Stellenabbau, der sogar die eigenen Führungsriegen dezimiert. Doch kann der Pharmagigant wirklich aus dem Roundup-Alptraum erwachen?
Blockbuster-Pipeline zeigt Wirkung
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Das Kernergebnis je Aktie explodierte um über 30 Prozent auf 1,23 Euro. Verantwortlich dafür sind vor allem zwei Hoffnungsträger aus der Pharmasparte, die alle Erwartungen übertreffen.
Die wichtigsten Q2-Highlights im Überblick:
– Nubeqa: Umsatzwachstum von 51 Prozent
– Kerendia: Sensationelle 67 Prozent Plus
– Kombinierte Einnahmen der beiden Blockbuster: 729 Millionen Euro
– Eylea weiter auf Wachstumskurs: +4 Prozent
Währungsbereinigt konnte die Pharmasparte ein Umsatzplus von 1 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro verbuchen. Besonders beeindruckend: Die neue 8mg-Dosierung von Eylea macht bereits ein Viertel des Gesamtumsatzes aus.
Radikalkur bei Führungsebene zeigt Wirkung
Anderson räumt gründlich auf – und das trifft vor allem die eigenen Reihen. Von 12.000 bereits abgebauten Stellen waren die Hälfte Führungspositionen. Die Hierarchie schmolz von zwölf auf deutlich weniger Ebenen zusammen.
Das Ergebnis? Kosteneinsparungen von 2,3 Milliarden Euro bis 2026 und ein „Dynamic Shared Ownership“-Modell, das Entscheidungen beschleunigen soll. In der Crop Science-Sparte macht sich das bereits bemerkbar: Trotz regulatorischer Rückschläge bei Dicamba verbesserte sich das EBITDA um 32 Prozent.
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Rechtschaos endlich unter Kontrolle?
Der größte Brocken bleibt die Roundup-Katastrophe. Doch auch hier zeigt sich Fortschritt: Von ursprünglich 192.000 Glyphosat-Klagen wurden bereits über 131.000 beigelegt. Nur noch 61.000 Fälle sind offen.
Die Kehrseite: Bayer musste weitere 1,2 Milliarden Euro für Roundup-Rückstellungen und 530 Millionen für PCB-Streitigkeiten bereitstellen. Anderson bleibt dennoch optimistisch und peilt eine weitgehende Beilegung bis Ende 2026 an.
Prognose-Upgrade überrascht Märkte
Das Vertrauen in die Transformation spiegelt sich in konkreten Zahlen wider: Bayer hob die Jahresprognose an. Der Konzernumsatz soll nun 46 bis 48 Milliarden Euro erreichen – eine Milliarde mehr als ursprünglich geplant.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen wird zwischen 9,7 und 10,2 Milliarden Euro erwartet. Trotz Währungsgegenwind von 550 Millionen Euro im zweiten Quartal bleibt das Management zuversichtlich.
Die Aktie notiert aktuell bei 28,15 Euro und konnte seit Jahresbeginn beeindruckende 45,84 Prozent zulegen. Kann Anderson den Konzern tatsächlich aus der Krise führen oder platzt die Blase bei den nächsten Rückschlägen?
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