Bayer Aktie: Asundexian erhält Priority Review
Drei FDA-Beschleunigungen für Bayer-Präparate stehen sinkenden Aktienkursen gegenüber. Analysten sehen Potenzial, warnen aber vor Glyphosat-Risiken.

Kurz zusammengefasst
- Priority Review für Asundexian und Hyrnuo
- DZ Bank hebt Einstufung auf Buy an
- Glyphosat-Verfahren belasten weiterhin
- Aktie fällt unter 50-Tage-Durchschnitt
Drei FDA-Beschleunigungen in einer Woche — und trotzdem gibt die Aktie nach. Bei Bayer prallen gerade starke Pipeline-Nachrichten und ein fragiles Chartbild aufeinander.
Pharma-Pipeline gewinnt an Fahrt
Der Hoffnungsträger Asundexian erhielt von der FDA den Status „Priority Review“. Das Mittel soll Schlaganfälle bei Patienten mit TIA-Vorgeschichte verhindern und wird nun im beschleunigten Verfahren geprüft. Parallel dazu sicherte sich das Onkologie-Präparat Hyrnuo denselben Status — es zielt auf HER2-mutiertes nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom. Den dritten Meilenstein lieferte Kerendia (Finerenon) für Typ-1-Diabetes-Patienten mit chronischer Nierenerkrankung.
Diese Häufung ist kein Zufall. Sie signalisiert, dass Bayers Pharma-Pipeline schneller in Richtung Marktreife rückt als bisher angenommen.
Analysten reagieren — mit Einschränkung
Die DZ Bank zog die Konsequenzen und hob ihre Einstufung von „Hold“ auf „Buy“ an. Das Kursziel kletterte von 44 auf 51 Euro — begründet mit dem starken Jahresauftakt und verbesserter Pipeline-Visibilität. Barclays bestätigte „Overweight“ und hob das Ziel leicht auf 50 Euro an, warnte aber: Die US-Rechtsstreitigkeiten dürften den Kurs kurzfristig weiter belasten.
Genau das ist das Kernproblem. Für Juni werden entscheidende gerichtliche Weichenstellungen in der Glyphosat-Litigation erwartet — ein Unsicherheitsfaktor, den kein FDA-Bescheid wegdiskutieren kann.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Bayer?
Chartbild sendet gemischte Signale
Technisch schloss die Aktie am Freitag bei 38,39 Euro — ein Minus von knapp zwei Prozent auf Tagesbasis. Der 50-Tage-Durchschnitt bei 38,91 Euro wurde damit unterschritten, der RSI liegt mit 70,3 im überkauften Bereich. Auf Sicht von zwölf Monaten hat sich das Papier vom 52-Wochen-Tief bei 24,36 Euro allerdings nahezu verdoppelt.
Im Agrargeschäft hält das Management die Ziele für 2026 aufrecht: währungsbereinigtes Umsatzwachstum von einem bis vier Prozent, EBITDA-Marge zwischen 20 und 22 Prozent. Innovationen wie das Kurzstatur-Maissystem Preceon und die Sojabohnen-Technologie Vyconic sollen dabei die Wachstumstreiber sein.
Ob Bayer die Zone um 38 Euro verteidigen kann, entscheidet sich bereits in der kommenden Woche — spätestens wenn aus den USA neue Signale aus dem Glyphosat-Verfahren kommen.
Bayer-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bayer-Analyse vom 24. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Bayer-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bayer-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Bayer: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...