Bayer Aktie: Asundexian senkt Schlaganfall-Risiko um 26%
Bayer beschleunigt seine Pläne für Bio-Kraftstoffe in Nordamerika und erzielt Fortschritte mit dem Schlaganfall-Medikament Asundexian.

Kurz zusammengefasst
- Camelina-Anbau in Nordamerika beschleunigt
- Partnerschaft mit BP vereinbart
- Zulassungsantrag für Asundexian eingereicht
- Glyphosat-Urteil des Supreme Courts erwartet
Bayer drückt beim Thema Bio-Kraftstoffe aufs Tempo. Der Konzern zieht seine Ziele für den nordamerikanischen Markt deutlich vor. Parallel dazu macht ein wichtiger Hoffnungsträger in der Pharma-Sparte Fortschritte.
Allianz mit BP
Bayer treibt den Anbau der Ölpflanze Camelina in Nordamerika aggressiv voran. Sie dient als Rohstoff für Bio-Diesel und nachhaltiges Flugzeugbenzin. Eigentlich wollte das Unternehmen erst Mitte der 2030er Jahre eine Millionen-Anbaufläche erreichen. Nun soll dieses Ziel früher fallen.
Ein Treiber dafür ist eine neue Allianz mit dem Energiekonzern BP. Gemeinsam wollen die Unternehmen den Markt für erneuerbare Kraftstoffe erschließen. Bayer plant außerdem Verträge mit Mühlenbetreibern. Das gibt Landwirten die nötige Abnahmesicherheit für ihre Ernte.
Fortschritt im Pharma-Geschäft
Auch in der Pharma-Sparte bewegt sich etwas. Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat am 11. Juni den Zulassungsantrag für Asundexian validiert. Damit startet das zentrale Prüfverfahren. Das Medikament soll Schlaganfälle bei Risikopatienten verhindern.
Die Basis für den Antrag bildet die Phase-III-Studie OCEANIC-STROKE. Hier senkte Asundexian das Risiko eines Schlaganfalls um 26 Prozent. Das Risiko für schwere Blutungen stieg dabei nicht an. Die Folge: ein starkes Sicherheitsprofil.
Warten auf das Urteil
Abseits des operativen Geschäfts blicken Investoren auf den US Supreme Court. Bis Ende Juni erwarten Juristen eine Entscheidung im Glyphosat-Fall Durnell. Berenberg-Analysten schätzen die Chance auf ein positives Urteil für Bayer auf 60 Prozent. Sie belassen die Aktie auf „Hold“ und heben das Kursziel auf 40,50 Euro an.
Am Aktienmarkt dominierte zuletzt die Zurückhaltung. Die Bayer-Aktie schloss am Freitag bei 36,06 Euro. Damit notiert das Papier knapp über der wichtigen 200-Tage-Linie. Auf Jahressicht steht dennoch ein starkes Kursplus auf der Anzeigetafel.
Das Urteil des Supreme Courts in den kommenden Wochen liefert den nächsten harten Impuls. Fällt die Entscheidung im Durnell-Fall zugunsten von Bayer aus, verschwindet ein massives juristisches Risiko. Bis dahin stützt das operative Geschäft den Kurs.
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