Bayer Aktie: China akzeptiert Asundexian-Antrag
Bayers Schlaganfall-Kandidat Asundexian erhält in China einen wichtigen Meilenstein. Die NMPA prüft nun die Zulassung des FXIa-Inhibitors.

Kurz zusammengefasst
- Chinesische Behörde nimmt Antrag an
- Risikosenkung um 26 Prozent belegt
- Keine Zunahme schwerer Blutungen
- Blockbuster-Potenzial von vier Milliarden Euro
China ist für Bayer kein Nebenmarkt — es ist der wichtigste. Ischämische Schlaganfälle treffen dort mehr als 20 Millionen Menschen. Jetzt hat die chinesische Arzneimittelbehörde NMPA den Zulassungsantrag für Asundexian angenommen.
Das Center of Drug Evaluation bestätigte die Annahme am 29. April 2026. Bayer beantragt die Zulassung zur Vorbeugung ischämischer Schlaganfälle bei Patienten nach einem nicht-kardioembolischen Schlaganfall oder einer transitorischen ischämischen Attacke.
Was die Studiendaten zeigen
Grundlage ist die Phase-III-Studie OCEANIC-STROKE mit 12.327 Teilnehmern weltweit. Asundexian senkte das Risiko ischämischer Schlaganfälle gegenüber Placebo um 26 Prozent — jeweils kombiniert mit Thrombozytenaggregationshemmung. Schwere Blutungsereignisse nach ISTH-Kriterien stiegen nicht an.
Der FXIa-Inhibitor ist noch ein Prüfpräparat. Keine Gesundheitsbehörde hat ihn bisher zugelassen. Bayer arbeitet parallel an Anträgen bei weiteren Behörden weltweit.
Nächste Station: Maastricht
Vom 6. bis 8. Mai präsentiert Bayer beim Europäischen Schlaganfallkongress ESOC in Maastricht insgesamt 13 Abstracts. Darunter sind vier Subanalysen aus OCEANIC-STROKE sowie zwei Late-Breaking-Analysen mit zusätzlichen Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten.
Morgan Stanley schätzt das Spitzenumsatzpotenzial von Asundexian auf bis zu 4 Milliarden Euro. Das wäre Blockbuster-Territorium — und für Bayers angeschlagene Pharmasparte ein erheblicher Faktor.
Weniger erfreulich: Die FDA beanstandete am 30. April Werbematerialien für das Prostatakrebsmittel Nubeqa. Kritikpunkte waren ablenkende visuelle Elemente und fehlende Risikoinformationen.
Aktie unter Druck, Zahlen folgen
Die Bayer-Aktie notiert bei 38,05 Euro — rund 23 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 49,17 Euro aus dem Februar. Der RSI von 77 signalisiert kurzfristig überkaufte Bedingungen.
Klarheit über das operative Geschäft bringt der Q1-Bericht im Mai. Bayer peilt für 2026 ein bereinigtes EBITDA zwischen 9,6 und 10,1 Milliarden Euro an. Wie stark die anhaltenden Rechtsrisiken daran nagen, zeigen dann die Zahlen.
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