Bayer Aktie: Der Verlust ist kräftig geschrumpft
Der Nettoverlust verringerte sich im dritten Quartal, während Bayer die Ziele für Pharmamarge und bereinigtes EBITDA erhöhte.

Kurz zusammengefasst
- Nettoverlust auf 672 Millionen Euro gesunken
- Bereinigtes EBITDA um 6,9 Prozent gestiegen
- Pharma-Margenziel auf 25 bis 27 Prozent angehoben
- Konzernziel für bereinigtes EBITDA erhöht
Bayer hat im dritten Quartal die Erwartungen übertroffen und die Prognose für 2026 angehoben. Vor allem das Pharmageschäft läuft besser als gedacht. In einem schwachen Marktumfeld sticht der Konzern damit heraus.
Verlust sinkt, Kern-Gewinn auch
Unter dem Strich steht ein Nettoverlust von 672 Millionen Euro nach 963 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Der Verlust je Aktie beträgt 0,69 Euro, vor einem Jahr waren es 0,98 Euro. Das bereinigte EBITDA stieg um 6,9 Prozent auf 1,615 Milliarden Euro.
Der Umsatz legte um 4,1 Prozent auf 10,05 Milliarden Euro zu. Währungs- und portfoliobereinigt wuchs er nur um 1,9 Prozent, der Rückenwind kam also teilweise aus Effekten außerhalb des operativen Geschäfts.
Nicht alles glänzt. Das bereinigte Konzernergebnis aus fortgeführten Geschäften sank auf 304 Millionen Euro, nach 480 Millionen Euro im Vorjahr. Je Aktie entspricht das 0,31 Euro statt 0,49 Euro.
Höhere Ziele für Pharma und Konzern
Wegen der besseren Entwicklung in den ersten neun Monaten schraubt Bayer die Erwartungen nach oben. Für die Pharmasparte soll die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen nun zwischen 25 und 27 Prozent liegen, bisher waren 23 bis 25 Prozent geplant.
Auch das Konzernziel steigt. Beim bereinigten EBITDA rechnet Bayer währungsbereinigt mit 9,8 bis 10,3 Milliarden Euro, zuvor standen 9,6 bis 10,1 Milliarden Euro im Plan.
Gegenwind am Gesamtmarkt
Das Umfeld ist rau. Europäische Indexfutures notierten am Morgen etwa ein Prozent im Minus, nachdem Berichte über US-Angriffe im Iran den Ölpreis über 100 Dollar je Fass getrieben hatten. Hinzu kommen Zweifel am KI-Handel und schwache Signale aus dem Technologiesektor.
Bayer gilt in diesem Umfeld als einer der wahrscheinlich stärksten Werte. Die Aktie schloss zuletzt bei 50,02 Euro und legte im frühen Tradegate-Handel zu. Die angehobene Pharma-Marge liefert dafür eine greifbare Begründung, während der gesunkene Kern-Gewinn zeigt, dass die Ergebnisqualität weiter Thema bleibt.
Stand heute, 3. November: Bayer – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Bayer investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 3. November gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.