Bayer Aktie: EMA akzeptiert Asundexian-Antrag
Die EMA startet das Prüfverfahren für Bayers neuen Blutverdünner Asundexian. Analysten zeigen sich optimistisch, doch das Glyphosat-Urteil belastet.

Kurz zusammengefasst
- EMA prüft neuen Blutverdünner Asundexian
- Xarelto-Erlöse brechen auf 2,6 Mrd. Dollar ein
- Berenberg hebt Kursziel leicht auf 40,50 Euro
- Glyphosat-Urteil des Supreme Courts steht bevor
Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat den Zulassungsantrag für Asundexian formal akzeptiert. Damit startet das zentrale Prüfverfahren für den neuen Hoffnungsträger von Bayer. Der Konzern braucht diesen Erfolg dringend. Der Patentschutz für den Kassenschlager Xarelto läuft ab.
Kampf gegen den Umsatzschwund
Asundexian ist ein Blutverdünner der neuen Generation. Er soll Schlaganfälle bei Hochrisikopatienten verhindern. Die EMA-Entscheidung markiert die erste europäische Einreichung eines sogenannten FXIa-Inhibitors. Der Antrag basiert auf einer weltweiten Studie mit über 12.000 Teilnehmern.
Die Zeit drängt für Bayer. Die Erlöse des Vorgängermedikaments Xarelto brachen im vergangenen Jahr auf 2,6 Milliarden US-Dollar ein. Asundexian soll diese Lücke schließen. Der Markt dafür ist riesig. Millionen Menschen in Europa leben mit den Langzeitfolgen eines Schlaganfalls.
Parallel dazu treibt Bayer die globale Zulassung voran. Die US-Gesundheitsbehörde FDA prüft den Wirkstoff bereits in einem beschleunigten Verfahren. Auch in China und Japan liegen die Anträge vor.
Juristisches Risiko bremst
Analysten bewerten die Fortschritte positiv. Die Privatbank Berenberg hob das Kursziel leicht auf 40,50 Euro an. Analyst Sebastian Bray lobt die höhere Profitabilität im Pharmageschäft. Die UBS bleibt deutlich optimistischer. Sie bestätigt ihre Kaufempfehlung mit einem Ziel von 52 Euro. Die Schweizer Bank stützt sich dabei auf Einschätzungen externer Rechtsexperten.
Ein großes Risiko bleibt. Der US-Supreme-Court entscheidet bald im Glyphosat-Fall „Durnell“. Berenberg schätzt die Siegchancen für Bayer auf 60 Prozent. Ein Münzwurf. Die breite Spanne der Kursziele zeigt die Unsicherheit der Experten.
An der Börse zeigt sich ein gemischtes Bild. Die Bayer-Aktie notierte am Montag bei 36,23 Euro. Damit hält sich der Kurs knapp über der wichtigen 200-Tage-Linie von 36,03 Euro. Auf Jahressicht steht ein starkes Plus von gut 32 Prozent. Die fundamentale Bewertung wirkt günstig. Die endgültige Richtung gibt jedoch das anstehende Gerichtsurteil aus den USA vor.
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