Bayer Aktie: FDA lässt Ambelvist zu
EU lockert Gentechnik-Regeln, FDA lässt neues Kontrastmittel zu. Bayer-Aktie steigt. Fokus liegt auf anstehendem Glyphosat-Urteil.

Kurz zusammengefasst
- EU-Parlament lockert Gentechnik-Vorschriften
- FDA genehmigt neues Kontrastmittel Ambelvist
- Bayer-Aktie überwindet wichtige 200-Tage-Linie
- Supreme Court entscheidet über Glyphosat-Klagen
Das EU-Parlament lockert die Gentechnik-Regeln. Parallel dazu winkt die US-Gesundheitsbehörde FDA ein neues Kontrastmittel durch. Diese doppelten Nachrichten treiben die Bayer-Aktie deutlich an. Der wahre Kurstreiber steht allerdings noch bevor.
Das Papier kletterte am Mittwoch um knapp vier Prozent auf 37,29 Euro. Damit überspringt der Titel die wichtige 200-Tage-Linie. Auf Jahressicht notiert der Kurs zwar noch leicht im Minus. Die aktuelle Stärke lockt indes neue Käufer an.
Rückenwind für Agrar und Pharma
Die EU-Abgeordneten stimmten mehrheitlich für neue Gentechnik-Verfahren. Zukünftig entfällt bei vielen Züchtungen die aufwendige Prüfung. Bayer profitiert hiervon direkt. Der Konzern investiert massiv in innovatives Saatgut. Jetzt bringt das Unternehmen diese Forschung schneller auf den europäischen Markt.
Zeitgleich meldet die Pharma-Sparte einen Erfolg in den USA. Die FDA lässt das MRT-Kontrastmittel Ambelvist zu. Das Präparat kommt mit rund 60 Prozent weniger Gadolinium aus. Das schont die Patienten bei radiologischen Untersuchungen. Nach der Freigabe in Japan öffnet sich nun der wichtigste Gesundheitsmarkt der Welt.
Der Blick nach Washington
Die operativen Fortschritte stützen das Vertrauen. Der Markt blickt aber längst auf ein anderes Ereignis. Bis Ende Juni entscheidet der US Supreme Court im „Durnell-Fall“.
Es geht um eine zentrale Haftungsfrage rund um den Unkrautvernichter Glyphosat. Die Richter prüfen, ob die bundesweite Zulassung lokale Klagen ausschließt. Ein Urteil zugunsten von Bayer hätte enorme Folgen. Etwa 80 Prozent der ausstehenden Klagen könnten hinfällig werden. Ein gewaltiger Hebel.
Der Kalender diktiert nun das Tempo. Die Entscheidung der obersten US-Richter fällt in den nächsten zwei Wochen. Urteilen sie positiv, verschwindet das größte rechtliche Risiko des Konzerns. Bis dahin stützt der aktuelle Aufwärtstrend den Kurs.
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