Bayer Aktie: FDA nimmt Finerenon-Antrag an
Die FDA prüft Bayers Finerenon-Antrag auf Basis einer Phase-III-Studie; die Aktie gab um 0,6 Prozent nach.

Kurz zusammengefasst
- FDA akzeptiert Antrag zu Finerenon
- FIND-CKD liefert die Studiendaten
- Bayer-Aktie verliert 0,6 Prozent
- Quartalszahlen folgen am 3. November
Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat den Zulassungsantrag von Bayer für Finerenon zur Behandlung von Erwachsenen mit chronischer Nierenerkrankung ohne Diabetes akzeptiert. Wie der Leverkusener Konzern heute mitteilte, basiert das Verfahren auf den Daten der klinischen Phase-III-Studie FIND-CKD.
Das Medikament, das unter dem Namen Kerendia vertrieben wird, könnte damit eine Indikationserweiterung für eine breitere Patientengruppe erhalten. An der Börse reagierten die Anleger verhalten: Die Bayer-Aktie notiert heute mit einem leichten Minus von 0,6 Prozent bei 43,63 Euro.
Fortschritte in den klinischen Programmen
Die Annahme des Zulassungsantrags markiert einen weiteren Schritt beim Ausbau der pharmazeutischen Sparte. Finerenon zielt in dem geprüften Anwendungsbereich auf Patienten ab, deren Nierenfunktion beeinträchtigt ist, ohne dass eine diabetische Grunderkrankung vorliegt. Mit den positiven Ergebnissen der FIND-CKD-Studie belegt das Unternehmen die Wirksamkeit des Präparats in diesem therapeutischen Umfeld.
Der Schritt schließt an vorangegangene regulatorische Erfolge auf dem US-Markt an. Am 28. September hatte die FDA bereits einen beschleunigten Prüfstatus für einen ergänzenden Zulassungsantrag zu Lynkuet (Elinzanetant) bewilligt. Dieser Antrag basiert auf der Phase-III-Studie OASIS-4 und betrifft Frauen, die unter endokriner Therapie wegen HR-positivem Brustkrebs an mittelschweren bis schweren vasomotorischen Symptomen leiden.
Führungswechsel und Ausblick auf das dritte Quartal
Auch in der Organisation der Pharma-Sparte stellte das Management zuletzt personelle Weichen. Zum 1. Oktober übernahm Dr. Christoph Koenen die Position des Chief Medical Officer. Er steuert seither die medizinischen sowie wissenschaftlichen Strategien der Division und behält zugleich seine bisherige Funktion als Leiter der klinischen Entwicklung bei.
Anleger richten ihren Blick derweil auf den weiteren Geschäftsverlauf. Am 1. Oktober stufte Analyst Richard Vosser von JPMorgan das Papier bei einem Kursziel von 61 Euro mit „Overweight“ ein.
Medienberichten zufolge wies er darauf hin, dass vor allem zeitliche Faktoren im Agrargeschäft das anstehende Quartal belasten könnten, während die Prognosen für das Gesamtjahr intakt bleiben dürften. Klarheit über die operative Entwicklung erhalten die Kapitalmärkte am 3. November 2026, wenn Bayer die Kennzahlen für das dritte Quartal vorlegt.
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