Bayer Aktie: Jetzt wird die Luft dünn!

Die Bayer-Aktie hat sich seit Jahresbeginn verdoppelt, stößt nun aber auf starke technische Widerstände bei 40 Euro. Fundamentale Unsicherheiten durch Glyphosat-Klagen und Patentausläufe bleiben bestehen.

Kurz zusammengefasst:
  • Aktie nach Rally von 100 Prozent überkauft
  • Starker Widerstand bei 40 bis 42 Euro
  • Glyphosat-Risiko bleibt trotz Gerichtsverfahren
  • Wachstum der Pharmasparte erst ab 2027

Die Bayer-Aktie hat seit Anfang Dezember eine beeindruckende Rally hingelegt – von rund 18 Euro im Frühjahr 2025 auf knapp 40 Euro. Eine Verdopplung in Rekordzeit. Am Mittwoch legte das Papier auf Xetra nochmals sieben Prozent zu und erreichte 41,67 Euro. Jahrelang blieb Bayer zurück, während der DAX stieg. Jetzt hängt die Aktie den Index ab. Doch genau hier, an der runden 40-Euro-Marke, türmen sich massive Widerstände auf.

Pharma-Sparte verspricht Wachstum ab 2027

Positive Impulse kommen aus der Pharma-Division. Der Konzern sieht die Sparte wegen des Erfolgs junger Medikamente wie Nubeqa und Kerendia ab 2027 wieder auf Wachstumskurs. Das klingt gut, hat aber einen Haken: Das auslaufende Xarelto-Patent wird bis zu 1,5 Milliarden Euro Umsatzverlust verursachen. Die neuen Medikamente müssen diese Lücke erst einmal füllen. Ob das gelingt, bleibt offen. Die Übernahme der Radiotracer von Attralus mag strategisch sinnvoll sein, der Preis wurde jedoch nicht genannt und die Wirkung auf den Gesamtumsatz bleibt marginal.

Bayer

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Supreme Court-Entscheidung lässt auf sich warten

Der Markt wartet gespannt auf eine richtungsweisende Entscheidung vom obersten US-amerikanischen Gerichtshof zur Glyphosat-Thematik. Ja, die Nachrichten klingen besser. Der Supreme Court könnte tatsächlich zugunsten von Bayer entscheiden. Doch selbst wenn das Gericht die Klagen eindämmt, bleiben Tausende Verfahren bestehen. Die rechtliche Unsicherheit wird Bayer noch Jahre begleiten. Zudem hat der US-Kongress eine Klausel gestrichen, die Bayer vor bestimmten Pestizid-Klagen geschützt hätte. Das Rechtsrisiko bleibt also hoch.

Die mRNA-Klage gegen BioNTech und Pfizer klingt spektakulär, doch ob daraus wirklich Geld fließt, ist völlig offen. Solche Patentklagen ziehen sich oft über Jahre hin und enden nicht selten im Nichts.

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Technischer Widerstand trifft auf fundamentale Unsicherheit

Das Gap zu November 2023 ist geschlossen. Die horizontale Widerstandszone bei 40 bis 42 Euro und das 2020er-Tief bei knapp 40 Euro bilden eine dicke Barriere. Nach einem Plus von knapp 100 Prozent in den letzten Monaten ist eine Korrektur überfällig. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass viele Anleger genau hier ihre Gewinne realisieren. Die nächste Unterstützung liegt im Bereich von 32 bis 30 Euro. Ein Rückfall in diese Zone würde technisch absolut Sinn machen.

Die Abwärtstrendlinie seit 2015 verläuft aktuell bei etwa 50 Euro. Bis dahin ist es noch weit. Ohne weiteren fundamentalen Treiber fehlt der Aktie die Kraft für den nächsten Sprung. Die Rally war steil, vielleicht zu steil.

Die Geschäftszahlen am 25. Februar werden entscheidend

Bis zur Vorlage der Zahlen am 25. Februar bleibt viel Unsicherheit. Die Monsanto-Übernahme bleibt ein Milliardengrab, die erhoffte Wende im Agrarbereich lässt weiter auf sich warten. Die EU-Lockerung bei Gentechnik-Regeln mag für Monsanto hilfreich sein, doch das ändert nichts an der Grundproblematik. Die Euphorie ist groß, doch genau das macht die Situation gefährlich. Die Bären könnten jetzt zuschlagen.

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