Bayer Aktie: Judith Hartman CFO ab 1. Juni
Bayer legt Kartellstreit mit US-Justizministerium bei und bekommt im Juni eine neue Finanzvorständin.
Kurz zusammengefasst
- Einigung mit US-Justizministerium erzielt
- Neue Finanzchefin ab Juni im Amt
- Gewinn je Aktie im ersten Quartal verdoppelt
- Aktie mit Jahresplus von rund 58 Prozent
Bayer hat eine kartellrechtliche Auseinandersetzung mit dem US-Justizministerium beigelegt — und steht gleichzeitig vor einem Führungswechsel im Finanzressort. Zwei Entwicklungen, die das Bild des Konzerns in den kommenden Monaten prägen dürften.
Saatgut-Streit beigelegt
Das US-Justizministerium hat eine Einigung mit Bayer CropScience bekanntgegeben. Der Kern des Vorwurfs: Bayer habe den Verkauf von Maissaatgut unzulässig an den Kauf von Sojasaatgut geknüpft. Diese Kopplung schränkte den Wettbewerb durch günstigere Generika-Anbieter ein.
Bayer hatte die Praxis bereits zur Pflanzsaison 2025 aufgegeben. Nun verpflichtet sich der Konzern formell, sie für mindestens sieben Jahre nicht wieder einzuführen. Das räumt ein regulatorisches Risiko aus dem Weg — und vermeidet einen langen Rechtsstreit im wichtigen Agrargeschäft.
Neue CFO ab Juni
Am 1. Juni übernimmt Judith Hartman offiziell den Posten des Finanzvorstands. Sie ist seit März im Vorstand und folgt auf Wolfgang Nickl, der planmäßig in den Ruhestand geht. Ihre Hauptaufgabe: die Entschuldung vorantreiben und die finanzielle Handlungsfähigkeit für die laufende Umstrukturierung unter CEO Bill Anderson sichern.
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Das erste Quartal 2026 lieferte dabei eine solide Ausgangsbasis. Der Gewinn je Aktie stieg auf 2,81 Euro — mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum mit 1,32 Euro. Für das Gesamtjahr erwarten Analysten im Schnitt 4,37 Euro je Aktie.
Kurs unter Druck, aber weit vom Tief
Die Aktie schloss am Freitag bei 38,39 Euro — ein Tagesverlust von knapp zwei Prozent. Auf Jahressicht steht dennoch ein Plus von rund 58 Prozent, gemessen vom 52-Wochen-Tief bei 24,36 Euro, das genau vor einem Jahr markiert wurde. Der RSI liegt mit 70,3 an der Grenze zum überkauften Bereich — ein technisches Signal, das kurzfristig Gegenwind bedeuten kann.
Am Mittwoch, den 27. Mai, tritt Bayer bei der Deutsche Bank European Champions Conference in Frankfurt auf. Marktbeobachter erwarten dort Aussagen zur Agrar-Strategie nach der DOJ-Einigung sowie zum Stand der Pharma-Pipeline. Das wird der erste größere Auftritt unter der designierten CFO Hartman sein.
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