Bayer Aktie: Kerendia erhält FDA-Beschleunigung
Bayer erhält Rückenwind durch steigende Analystenziele und beschleunigte FDA-Zulassungen für Kerendia.

Kurz zusammengefasst
- DZ Bank stuft auf Kaufen hoch
- FDA gewährt Kerendia beschleunigte Prüfung
- Zukauf von Perfuse Therapeutics
- Glyphosat-Vergleich vor entscheidender Anhörung
Die Bayer-Aktie erhält frischen Rückenwind. Analysten heben reihenweise ihre Kursziele an. Parallel dazu beschleunigt die US-Gesundheitsbehörde FDA wichtige Zulassungsverfahren. Operative Erfolge rücken zunehmend in den Vordergrund.
Analystenlob und Kursziele
Die DZ Bank stuft das Papier nun auf „Kaufen“ hoch. Analyst Peter Spengler sieht den fairen Wert bei 51 Euro. Zuvor lag sein Ziel bei 44 Euro.
Der Experte lobt das starke erste Quartal. Ein weiterer Grund sind die sinkenden Rückstellungen für US-Rechtsstreitigkeiten. Der Konzern senkte diese Altlasten zuletzt auf 10,4 Milliarden Euro.
Auch andere Experten sehen deutliches Aufwärtspotenzial. Barclays und mwb research rufen Kursziele von 50 und 52 Euro auf.
An der Börse reagieren Investoren positiv. Die Aktie notiert aktuell bei 39,09 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Plus von knapp 66 Prozent. Der Kurs verläuft damit solide über seinem langfristigen Durchschnitt.
FDA beschleunigt Zulassungen
Im Pharmageschäft macht das Management Tempo. Die US-Arzneimittelbehörde FDA gewährt dem Medikament Kerendia eine beschleunigte Prüfung. Es geht um die Behandlung von chronischen Nierenerkrankungen bei Typ-1-Diabetes.
Dieser Status verkürzt die Prüfzeit der Behörde auf sechs Monate. Normalerweise dauert ein solches Verfahren fast ein Jahr.
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Für den Blutgerinnungshemmer Asundexian läuft indes ein ähnlicher Prozess in den USA und Japan. Experten erwarten hier im Erfolgsfall Milliardenumsätze.
Zukauf und Quartalszahlen
Um langfristig zu wachsen, kauft Bayer das Unternehmen Perfuse Therapeutics. Der Deal im Bereich der Augenheilkunde kostet bis zu 2,45 Milliarden US-Dollar.
Operativ läuft das Geschäft stabil. Das bereinigte operative Ergebnis stieg im ersten Quartal um neun Prozent auf 4,45 Milliarden Euro.
Die juristischen Altlasten belasten die Kasse weiterhin schwer. Die Folge: Der freie Cashflow lag im Frühjahr bei minus 2,3 Milliarden Euro. Das liegt vor allem an hohen Auszahlungen für Glyphosat- und PCB-Klagen. Die Nettoverschuldung für das laufende Jahr dürfte bei rund 32 Milliarden Euro liegen.
Wichtige Termine im Sommer
Die juristische Agenda bestimmt den weiteren Kursverlauf. Ein Glyphosat-Sammelvergleich über 7,25 Milliarden US-Dollar hat bereits eine vorläufige Genehmigung erhalten. Die Widerspruchsfrist dafür endet am 4. Juni. Eine entscheidende Anhörung folgt am 9. Juli.
Bis Ende Juni erwartet der Markt ein wichtiges Urteil des Supreme Courts. Der Fall Durnell gegen Monsanto gilt als richtungsweisend für künftige Haftungsfragen. Am 4. August präsentiert das Unternehmen die Zahlen für das zweite Quartal.
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