Bayer Aktie: Pharma-Motor läuft heiß?
Nach höheren Quartalswerten erwartet Bayer 2026 mehr EBITDA und Free Cashflow; der Mittelzufluss bleibt jedoch im negativen Bereich.

Kurz zusammengefasst
- EBITDA-Prognose für 2026 angehoben
- Umsatz im dritten Quartal um 4,1 Prozent gestiegen
- Pharmaceuticals steigert operatives Ergebnis um 23,6 Prozent
- Asundexian in China zugelassen
Bayers verbesserte Ertragsaussichten stützen die Aktie: Das Papier steigt heute um 2,9%. Der Konzern erwartet für 2026 ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 9,8 bis 10,3 Milliarden Euro. Die Quartalszahlen und das starke Pharmageschäft liefern den Hintergrund für den Kursanstieg.
Höhere Erwartungen an Ergebnis und Mittelzufluss
Zuvor hatte Bayer beim EBITDA vor Sondereinflüssen mit 9,6 bis 10,1 Milliarden Euro gerechnet. Die höhere Prognose folgte auf Zuwächse bei Umsatz und operativem Ergebnis.
Im dritten Quartal 2026 stieg der Konzernumsatz nach Unternehmensangaben um 4,1 Prozent auf 10,053 Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 6,9 Prozent auf 1,615 Milliarden Euro.
Auch beim freien Mittelzufluss hob Bayer den Jahresausblick an. Der Konzern erwartet für 2026 einen Free Cashflow zwischen –1,5 und –0,5 Milliarden Euro. Damit bleibt die Prognose trotz der Verbesserung negativ.
Pharmaceuticals liefert den Wachstumsschub
Bayer bezeichnete Pharmaceuticals als Wachstumstreiber. Die Sparte erzielte im dritten Quartal 2026 einen Umsatz von 4,680 Milliarden Euro, nominal ein Plus von 8,0 Prozent. Währungs- und portfoliobereinigt betrug der Zuwachs 6,4 Prozent.
Noch deutlicher fiel die Verbesserung beim operativen Ergebnis der Division aus: Das EBITDA vor Sondereinflüssen legte um 23,6 Prozent auf 1,292 Milliarden Euro zu.
Bayer erhöhte zudem die erwartete Jahresmarge von Pharmaceuticals für 2026 auf 25 bis 27 Prozent.
Eine weitere Nachricht aus dem Pharmageschäft kam vor gut einer Woche aus China: Dort erhielt Asundexian unter dem Markennamen Sunharbo die Zulassung zur Reduktion des Schlaganfallrisikos nach nicht-kardioembolischem ischämischem Schlaganfall oder Hochrisiko-TIA. Bayer bezeichnete das Mittel als weltweit ersten zugelassenen Faktor-XIa-Inhibitor.
Stand heute, 4. November: Bayer – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Bayer investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 4. November gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.