Bayer startet 2026 mit gleich zwei Nachrichten, die Anleger genau abwägen dürften. In den USA nimmt der Supreme Court einen zentralen Glyphosat-Fall an – das könnte den jahrelangen Rechtsstreit in eine neue Phase bringen. Gleichzeitig gibt es in Europa Rückenwind aus dem Pharmabereich: Finerenon erhält eine positive CHMP-Empfehlung für eine weitere Indikation. Was wiegt für die Aktie kurzfristig schwerer – Rechtssicherheit oder Pipeline-Fortschritt?
- Glyphosat: Supreme Court prüft Fall Durnell, Entscheidung bis Juni erwartet
- Rechtslage: Streit um Vorrang von Bundesrecht (FIFRA) gegenüber Klagen zu Warnhinweisen
- Umfang: Rund 65.000 offene Klagen, etwa 10 Mrd. USD für Vergleiche gezahlt
- Pharma: CHMP empfiehlt Finerenon (Kerendia) für Herzinsuffizienz (LVEF ≥40%), EU-Entscheid in den kommenden Wochen
Supreme Court rückt Glyphosat ins Zentrum
Der Supreme Court will den Fall Durnell prüfen. Damit landet eine Grundsatzfrage zur Roundup-Thematik auf höchster Ebene: Kann Bundesrecht (FIFRA) Klagen auf Ebene einzelner US-Bundesstaaten ausschließen, wenn es um angeblich fehlende Warnhinweise geht?
Bayer selbst rechnet laut Mitteilung damit, dass eine Entscheidung bis Juni vorliegt. Rückenwind kommt dabei aus Washington: Der Solicitor General hatte sich bereits im Dezember für die Annahme des Falls ausgesprochen und damit die Position des Konzerns unterstützt.
Der konkrete Fall reicht ins Oktober 2023 zurück. Damals sprach eine Jury dem Kläger 1,25 Mio. USD zu. Bayer hatte diesen Fall gezielt für den Gang vor den Supreme Court ausgewählt, um eine Leitentscheidung zu erreichen.
Finerenon: Positive EU-Empfehlung für Herzinsuffizienz
Auch aus der Pharmasparte kommt ein klarer Impuls: Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA hat Finerenon (Kerendia) am 30. Januar positiv beurteilt. Empfohlen wird das Medikament für Erwachsene mit Herzinsuffizienz und einer linksventrikulären Auswurfleistung (LVEF) von mindestens 40%.
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Bayer verweist darauf, dass Finerenon als erstes Medikament, das auf den Mineralokortikoid-Rezeptor-Signalweg zielt, in einer Phase-III-Studie statistisch signifikante kardiovaskuläre Vorteile in dieser Patientengruppe gezeigt hat. Die endgültige Entscheidung der EU-Kommission wird in den kommenden Wochen erwartet.
Finerenon ist bereits in mehr als 95 Ländern für chronische Nierenerkrankung bei Typ-2-Diabetes zugelassen. Für die Herzinsuffizienz-Indikation existieren Zulassungen in den USA und Japan.
Wichtige Termine bis Juni
Als nächste fixe Wegmarke steht am 25. Februar die Veröffentlichung der Q4-/Gesamtjahreszahlen 2025 an. Zusätzlich rückt der Juni als juristischer Meilenstein näher: Dann wird die Entscheidung des Supreme Court im Fall Durnell erwartet – und damit potenziell mehr Klarheit, wie sich die Glyphosat-Verfahren künftig rechtlich einordnen lassen.
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