Bayer Aktie: Roundup-Freispruch?
Bayer meldete höhere Quartalsumsätze, hob die EBITDA-Jahresprognose an und erhielt in China eine weitere Arzneimittelzulassung.

Kurz zusammengefasst
- UBS setzt Kursziel auf 66 Euro
- DZ Bank erhöht fairen Wert auf 64 Euro
- Jahresprognose für EBITDA angehoben
- Sevabertinib in China zugelassen
Die UBS hat ihr Kursziel für Bayer am Mittwoch von 62 auf 66 Euro angehoben. Medienberichten zufolge bestätigte die Schweizer Großbank ihre Kaufempfehlung und bewertete die Ergebnisse des dritten Quartals als stärker als erwartet.
Analysten würdigen operative Fortschritte
Auch die DZ Bank hob gestern ihren fairen Wert an: von 60 auf 64 Euro. Die Einstufung blieb bei „Kaufen“. Analyst Peter Spengler begründete die Neubewertung mit operativer Stabilisierung, Schuldenabbau und Fortschritten bei den US-Rechtsrisiken.
Bayer hatte am Dienstag die Jahresprognose für das Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen auf 9,8 bis 10,3 Milliarden Euro angehoben. Für die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen der Pharmasparte erwartet das Unternehmen eine Bandbreite von 25 bis 27 Prozent.
Der Konzernumsatz erreichte im dritten Quartal 2026 insgesamt 10,053 Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen belief sich auf 1,615 Milliarden Euro.
Prozesserfolg und weitere Arzneimittelzulassung
Bei den Rechtsstreitigkeiten meldete Bayer am 30. Oktober einen Erfolg seiner Tochter Monsanto. Eine Jury in Missouri entschied einstimmig zugunsten des Unternehmens. Nach Bayer-Angaben war es der erste Roundup-Prozess seit der Entscheidung des US Supreme Court im Fall Durnell.
Die Kläger konnten laut Bayer in dem Verfahren keine Beweise für alternative Klagebegründungen vorlegen. Der Konzern ordnete den Ausgang ausdrücklich als Erfolg im ersten Glyphosat-Prozess nach der Entscheidung des obersten US-Gerichts ein.
Im Pharmageschäft kam am Mittwoch eine chinesische Zulassung hinzu: Sevabertinib darf dort als Erstlinienbehandlung bei fortgeschrittenem HER2-mutiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs eingesetzt werden. Nach Angaben von Bayer basiert die Zulassung auf der laufenden Phase-I/II-Studie SOHO-01.
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