Bayer Aktie: Schicksalstage im April
Bayer steht im April vor zwei Schicksalsterminen: der Hauptversammlung und einer Verhandlung vor dem US Supreme Court, die die Roundup-Klagen beenden könnte. Die Aktie zeigt sich stark unter Druck.

Kurz zusammengefasst
- US Supreme Court verhandelt über Roundup-Klagen
- Hauptversammlung mit symbolischer Dividende
- Aktie notiert deutlich unter Jahreshoch
- Urteil des Supreme Courts bis Juni erwartet
Ende April wird es ernst für Bayer. Am 24. April tagt die Hauptversammlung, drei Tage später verhandelt der US Supreme Court über einen Fall, der die jahrelange Roundup-Klagewelle grundlegend verändern könnte. Für Aktionäre verdichten sich damit zwei entscheidende Ereignisse auf wenige Tage.
Supreme Court könnte Klagewelle eindämmen
Im Kern der Verhandlung vom 27. April steht die Frage der Bundesvorrangigkeit. Bayer argumentiert, dass der FIFRA — das US-Bundesgesetz zur Regulierung von Pestiziden — staatliche Warnhinweispflichten außer Kraft setzt. Weil die US-Umweltbehörde EPA das Roundup-Etikett ohne Krebswarnung genehmigt hat, seien Klagen von Non-Hodgkin-Lymphom-Patienten auf Basis staatlichen Rechts unzulässig. Ein Urteil wird bis Juni 2026 erwartet. Fällt es zugunsten Bayers aus, würden neue Klagen weitgehend ins Leere laufen.
Parallel läuft ein zweiter Strang: Ein Richter in Louisiana hat einem 7,25-Milliarden-Dollar-Sammelvergleich vorläufig zugestimmt. Einwände können bis zum 4. Juni eingereicht werden, die abschließende Genehmigungsanhörung ist für den 9. Juli angesetzt — bewusst nach dem erwarteten Supreme-Court-Urteil. Bayer bezeichnet beide Wege als sich gegenseitig verstärkende Elemente einer Gesamtstrategie. Seit der Monsanto-Übernahme 2018 hat der Konzern bereits mehr als 11 Milliarden Dollar in Vergleichen und Urteilen gezahlt.
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Hauptversammlung mit symbolischer Dividende
Die virtuelle Hauptversammlung am 24. April dürfte im Schatten der Rechtsfragen stehen. Der Dividendenvorschlag bleibt mit 0,11 Euro je Aktie unverändert — ein symbolischer Betrag, der die finanzielle Belastung durch die Vergleichszahlungen widerspiegelt. Operativ erwartet Bayer für 2026 ein währungsbereinigtes EBITDA vor Sondereinflüssen von 9,6 bis 10,1 Milliarden Euro. Wegen der laufenden Vergleichszahlungen prognostiziert das Unternehmen jedoch einen negativen Free Cashflow.
Die Aktie notiert aktuell rund 23 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 49,17 Euro und hat allein in den vergangenen 30 Tagen rund 17 Prozent verloren. Der RSI von 20 signalisiert eine stark überverkaufte Lage — ob das Kursgeschehen im April durch den Supreme Court wieder Fahrt aufnimmt, entscheidet sich spätestens im Juni.
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