BayWa Aktie: 137-Megawatt-Speicher in Alfeld
BayWa r.e. sichert sich Großauftrag für Batteriespeicher, während der Mutterkonzern um die Refinanzierung kämpft und den Verkauf der Tochter vorantreiben muss.
Kurz zusammengefasst
- Servicevertrag für 137-Megawatt-Speicher in Niedersachsen
- Gläubiger verhandeln über Stillhalteabkommen bis Herbst
- Verkauf der Energietochter als zentraler Rettungsbaustein
- Ermittlungen und Klagen belasten die Konzernführung
Im operativen Tagesgeschäft feiert die Energietochter BayWa r.e. Erfolge, während der Mutterkonzern ums Überleben kämpft. Ein neuer Großauftrag in Niedersachsen zeigt das Potenzial der Sparte. Für die Konzernbilanz löst das allerdings keines der drängenden Probleme.
Strategischer Schritt im Batteriegeschäft
Die Tochtergesellschaft übernimmt den Betrieb für das geplante Alfeld-Batteriespeichersystem in Niedersachsen. Der Servicevertrag mit dem dänischen Investmentfonds Scale Fund läuft über acht Jahre. Mit einer vorgesehenen Ausgangsleistung von 137 Megawatt entsteht hier eines der größten Projekte dieser Art in Deutschland.
Der kommerzielle Startschuss soll im dritten Quartal fallen. Die Anlage dient primär der Netzstabilität. Für BayWa r.e. markiert der Vertrag einen strategischen Wechsel. Bislang betrieb das Unternehmen ausschließlich eigene Speichersysteme innerhalb von Solar- und Windparks. Nun rückt das externe Asset-Management in den Fokus.
Zeitdruck bei der Refinanzierung
Auf Konzernebene herrscht indes Alarmstimmung. BayWa verhandelt intensiv über die Verlängerung eines Stillhalteabkommens mit den Gläubigerbanken bis Herbst 2026. Scheitert dieser Aufschub, verliert der Sanierungsplan seine rechtliche Basis. Notwendige Vermögensverkäufe stünden auf der Kippe.
Zentraler Baustein der Rettung ist ausgerechnet die Veräußerung der 51-prozentigen Beteiligung an BayWa r.e. Der Verkauf sollte bis 2028 rund 1,7 Milliarden Euro in die Kassen spülen. Veränderte energiepolitische Rahmenbedingungen in den USA drücken nun die Preisvorstellungen.
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Parallel belasten juristische Auseinandersetzungen das Vertrauen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die frühere Führungsspitze wegen des Verdachts auf Untreue und unrichtige Darstellung im Jahresabschluss 2023. Aktionärsklagen wegen verschwiegener Refinanzierungsrisiken verschärfen die Lage.
Hohe Volatilität im Aktienkurs
An der Börse spiegelt sich diese Unsicherheit in einer enormen Volatilität von über 85 Prozent wider. Aktuell notiert das Papier bei 13,85 Euro. Trotz einer zweistelligen Erholung auf Wochensicht steht seit Jahresbeginn ein Minus von gut 17 Prozent auf der Kurstafel.
Der Umbau duldet keinen Aufschub. Bis 2028 will das Management den Konzern auf ein Kernziel von rund 10 Milliarden Euro Umsatz schrumpfen. Der Weg dorthin erfordert den Abbau von rund 1.300 Stellen im Agrar- und Baustoffhandel sowie den zwingenden Verkauf der Energietochter.
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