Die BayWa-Aktie setzt ihren Abwärtstrend fort. Während sich die Staatsanwaltschaft München I mit Untreue-Vorwürfen beschäftigt, zieht Ex-Chef Klaus Josef Lutz nun auch bei der IHK München die Reißleine. Der Agrar- und Energiekonzern kämpft gleichzeitig mit einer hohen Schuldenlast – ein Lichtblick kommt ausgerechnet aus Neuseeland.
Ex-Vorstand legt IHK-Amt nieder
Am 16. Januar trat Klaus Josef Lutz als Präsident der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern zurück. Der Schritt erfolgt zeitlich parallel zu laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München I wegen des Verdachts der Untreue zu Lasten der BayWa. Zuvor hatte die Behörde Wohn- und Geschäftsräume durchsucht.
Für die Aktionäre bedeutet dieser Vorgang:
- Reputationsrisiko: Die öffentliche Wahrnehmung des Konzerns leidet unter den Ermittlungen
- Rechtliche Unsicherheit: Mögliche finanzielle Belastungen sind noch nicht absehbar
- Führungsvakuum: Nach dem bereits angekündigten Ausscheiden von CEO Frank Hiller fehlt dem Konzern Stabilität an der Spitze
Die Unschuldsvermutung gilt, doch allein die Existenz staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen wiegt schwer für einen Konzern, der sich ohnehin in der Restrukturierung befindet.
Tochter T&G Global überrascht positiv
Während die Muttergesellschaft mit Corporate-Governance-Themen kämpft, liefert die neuseeländische Mehrheitsbeteiligung T&G Global überraschend gute Nachrichten. Die Tochtergesellschaft veröffentlichte eine deutlich verbesserte Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2025 – nach einem Verlust im Vorjahr ein bemerkenswerter Turnaround.
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Als Gründe nennt T&G Global Fortschritte in den Kerngeschäftsfeldern. Diese Entwicklung beweist: Operative Einheiten des Konzerns arbeiten profitabel, auch wenn die Zentrale unter Druck steht. Der Markt nimmt diese positive Entwicklung bislang kaum zur Kenntnis.
Sanierungsfall mit drückender Schuldenlast
Trotz der erfreulichen Zahlen aus Neuseeland bleibt die Gesamtsituation angespannt. Die hohe Verschuldung erfordert weitreichende Sanierungsmaßnahmen. Der Konzern muss beweisen, dass er sich aus eigener Kraft stabilisieren kann – eine Aufgabe, die durch die aktuellen Personalquerelen nicht einfacher wird.
Die operative Stärke einzelner Tochtergesellschaften zeigt zwar vorhandene Substanz im Konzern, kann aber das negative Sentiment rund um die Konzernführung derzeit nicht aufwiegen. Die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen dominieren die Nachrichtenlage und überlagern fundamentale Entwicklungen.
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