BayWa Aktie: Sturm aufgezogen?

Die BayWa sieht ihr Restrukturierungskonzept gefährdet, da die Schlüsseltochter BayWa r.e. schlechter läuft als geplant. Gespräche mit Finanzpartnern sind angelaufen.

Kurz zusammengefasst:
  • BayWa r.e. weicht signifikant von Plan ab
  • Gespräche mit Gläubigern und Großaktionären laufen
  • Verkaufserlöse der Tochter als Finanzierungspfeiler
  • Verzögerung des Jahresabschlusses möglich

Der Sanierungsplan von BayWa bekommt neue Risse. Ausgerechnet die wichtige Tochter BayWa r.e. läuft operativ schlechter als geplant – und damit gerät ein zentraler Baustein der Restrukturierung unter Druck. Der Konzern hat deshalb vorsorglich Gespräche mit Finanzierern und Großaktionären gestartet.

Im Kern geht es um eine einfache, aber entscheidende Frage: Reicht die bisherige Planung noch aus, wenn BayWa r.e. weniger liefert als erwartet?

BayWa

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  • Auslöser: „Signifikante Abweichungen“ von der bisherigen Geschäftsplanung bei BayWa r.e.
  • Konsequenz: Gespräche mit Gläubigern und Anteilseignern über Anpassungen im Sanierungskonzept
  • Knackpunkt: Verkauf der BayWa-r.e.-Anteile bis Ende 2028 als zentraler Pfeiler der Finanzierung
  • Zusatzrisiko: Jahres- und Konzernabschluss 2025 könnte sich über den ursprünglich angepeilten Termin Ende April hinaus verzögern
  • Liquidität: Laut Vorstand aktuell keine direkten negativen Auswirkungen

BayWa r.e. wird zum Unsicherheitsfaktor

BayWa nennt als Gründe veränderte Marktbedingungen in den USA und Europa. Gerade im Umfeld der erneuerbaren Energien hätten sich die Rahmenbedingungen verschlechtert. Für den Konzern ist das heikel, weil BayWa r.e. eine Schlüsselrolle im bestehenden Sanierungskonzept spielt.

Denn: Der geplante Verkauf der Beteiligung an BayWa r.e. bis Ende 2028 ist ein zentraler Bestandteil des Sanierungsgutachtens von Roland Berger. Fallen mögliche Erlöse daraus niedriger aus als kalkuliert, entsteht schnell eine Finanzierungslücke – und genau dieses Risiko rückt nun in den Vordergrund.

Gespräche mit Banken und Großaktionären

Um die Refinanzierungsfähigkeit auch unter den neuen Prämissen zu sichern, hat BayWa nach eigenen Angaben Gespräche mit Finanzierern und Großaktionären aufgenommen. Genannt wird in diesem Zusammenhang auch die Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG.

Eine Anpassung des Sanierungskonzepts gilt damit als naheliegend – nicht als Kurswechsel aus dem Nichts, sondern als Reaktion auf eine schlechter laufende Tochter und potenziell geringere Verkaufserlöse.

Jahresabschluss 2025 könnte später kommen

Zusätzlich warnt der Vorstand, dass sich die Veröffentlichung des Jahres- und Konzernabschlusses für 2025 verzögern könnte. Geplant war die Publikation bislang bis spätestens Ende April.

An der operativen Lage und der Liquidität ändere sich nach aktuellem Stand zwar nichts unmittelbar, betont das Management. Am Markt kam die Ad-hoc-Mitteilung dennoch schlecht an: Im frühen Handel am Dienstag stand die Aktie spürbar unter Druck, nachdem sie zuvor bereits volatil gewesen war.

Zum Hintergrund passt auch die ohnehin fragile Situation: Erst im Januar trat CEO Dr. Frank Hiller zurück. Nun hängt noch stärker daran, ob BayWa den Schuldenabbau über Asset-Verkäufe – vor allem über BayWa r.e. – wie geplant umsetzen kann und zu welchen Konditionen.

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