BayWa Aktie: Zögerliche Fortschritte!

Die Sanierungspläne der BayWa AG geraten durch massive Planverfehlungen der Energietochter BayWa r.e. unter Druck. Ein Verkaufserlös von 1,7 Mrd. Euro ist gefährdet, während die BaFin prüft.

Kurz zusammengefasst:
  • Energietochter BayWa r.e. verfehlt Planziele deutlich
  • Sanierungskonzept mit 1,7 Mrd. Euro Erlös in Gefahr
  • CEO Hiller verlässt das Unternehmen mit sofortiger Wirkung
  • BaFin prüft Jahresabschluss auf Risikodarstellung

Das Sanierungsprogramm der BayWa AG steht unter erheblichem Druck. Die Energietochter BayWa r.e. verfehlt ihre Planziele deutlich – und reißt damit eine der tragenden Säulen des gesamten Schuldenabbauprogramms weg.

Kern des Problems: Das bisherige Sanierungskonzept kalkulierte mit Gesamterlösen von rund 1,7 Milliarden Euro aus dem Verkauf der BayWa r.e.-Beteiligung bis Ende 2028. Diese Annahme ist nach der neuen Mittelfristplanung nicht mehr haltbar. BayWa r.e. prognostiziert für 2030 zwar ein EBITDA von 150 Millionen Euro, geht dabei aber von einem deutlich niedrigeren Ertragsniveau aus als noch im Sanierungsgutachten vom Juni 2025 angenommen.

BayWa

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US-Energiepolitik trifft eine Schlüsselsparte

Als Haupttreiber der Planverfehlung nennt der Vorstand die verschlechterten Rahmenbedingungen für Projektentwickler erneuerbarer Energien – insbesondere in den USA. Der US-Markt war 2024 mit 534,7 Megawatt verkaufter Leistung der wichtigste Einzelmarkt der Energiesparte. Die veränderte US-Energiepolitik trifft BayWa r.e. damit an einer besonders exponierten Stelle.

Auf der Haben-Seite steht der abgeschlossene Verkauf der Cefetra Group: 125 Millionen Euro Zufluss, und durch die Entkonsolidierung sinken die Bankverbindlichkeiten um über 600 Millionen Euro. Seit 2025 hat BayWa seine Schuldenlast damit um rund 1,3 Milliarden Euro reduziert – knapp ein Drittel des Sanierungsziels von 4 Milliarden Euro bis 2028. Die verbleibenden 2,7 Milliarden Euro lasten angesichts der revidierten Energieprognosen schwer.

Führungswechsel und regulatorischer Gegenwind

Die operativen Rückschläge ziehen personelle Konsequenzen nach sich. CEO Dr. Frank Hiller verlässt das Unternehmen zum 31. Juli 2026, sein Amt als Vorstandsvorsitzender endete bereits mit sofortiger Wirkung. Gleichzeitig verlassen Ende März Monika Hohlmeier und Michael Höllerer den Aufsichtsrat, Ende Mai folgt Monique Surges. Das verbleibende Gremium verschärft seine Kontrolle: Künftig müssen alle Geschäfte über 50 Millionen Euro vom Aufsichtsrat genehmigt werden – bisher lag die Schwelle bei 200 Millionen Euro.

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Zusätzlich prüft die BaFin seit Oktober 2024 den Jahresabschluss 2023, mit dem Vorwurf einer unzureichenden Darstellung finanzierungsrelevanter Risiken im Lagebericht.

Q4-Zahlen als erster Gradmesser

Der vollständige Jahresabschluss 2025 verzögert sich erheblich – möglicherweise bis ins vierte Quartal 2026. Kurzfristig plant BayWa eine Stillhaltevereinbarung mit den Kreditgebern, die bis Herbst 2026 Spielraum für die Neuverhandlung des Sanierungskonzepts schaffen soll.

Am 26. März legt BayWa die Q4-Zahlen vor. Dieser Bericht soll das Ausmaß der Abschreibungen bei der Energiesparte offenlegen und zeigen, ob der geplante Verkauf der neuseeländischen Tochter T&G Global für geschätzte 300 Millionen Euro den Sanierungskurs stabilisieren kann. Das operative Kerngeschäft der BayWa AG läuft laut Vorstand plangemäß – die entscheidenden Weichen stellt jedoch die Einigung mit den Finanzierungspartnern über die Bedingungen des angepassten Konzepts.

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