Bedford Metals Aktie: 1.135 Meter Bohrkern abgeschlossen
Bedford Metals schließt Bohrkampagne am Sheppard Lake ab und erwartet nun die Laborergebnisse als entscheidenden Katalysator für die weitere Exploration.
Kurz zusammengefasst
- Frühjahrsbohrungen am Sheppard Lake abgeschlossen
- 218 Gesteinsproben zur Analyse eingereicht
- Erste Uran-Hinweise in zwei Bohrlöchern
- Aktienkurs nahe 52-Wochen-Tief
Das Bohrprogramm ist fertig. Die Proben sind im Labor. Jetzt wartet Bedford Metals auf die Ergebnisse, die über den nächsten Explorationsschritt am Sheppard Lake entscheiden.
1.135 Meter Bohrkern, 218 Proben
Bedford Metals hat sein Frühjahrsprogramm 2026 am Sheppard Lake Uranium Project im Athabasca-Becken in Saskatchewan abgeschlossen. Vier Diamantbohrlöcher brachten insgesamt 1.135,7 Meter Bohrkern. Zwei Löcher testeten das Zielgebiet TZ1, zwei weitere TZ2. Die durchschnittliche Kernausbeute lag bei 98,7 Prozent.
Bohrloch SHP-26-05 lieferte dabei erste Hinweise auf Mineralisierung. In einem pegmatitgebundenen Abschnitt zeigte das Spektrometer einen Spitzenwert von 121,1 ppm Uran. Das U/Th-Verhältnis von 2,52 gilt als Indikator für eine mögliche hydrothermale Überprägung. Bohrloch SHP-26-06 zeigte erhöhte radiometrische Reaktionen in Verbindung mit ausgeprägter Alteration und Sulfidmineralisierung.
Laboranalyse als nächster Katalysator
Alle 218 Bohrkernproben liegen jetzt beim Saskatchewan Research Council. Das SRC-Labor ist nach ISO/IEC 17025:2017 akkreditiert und auf Urangeochemie spezialisiert. Die Assay-Ergebnisse sollen die Grundlage für die Planung der nächsten Explorationsphase bilden.
Neben den Uranwerten hat das Programm mehrere strukturell kontrollierte Alterationszonen identifiziert. Charakteristisch sind Mineralvergesellschaftungen aus Albit, Chlorit, Illit, Kaolinit und Hämatit sowie ausgeprägte Pyrit-Korridore. Solche Zonen gelten in der Athabasca-Exploration als klassische Wegweiser für tieferliegende Uranvererzungen.
Finanzierung steht, Berichtspflichten reduziert
Das Bohrprogramm finanzierte Bedford über eine im April abgeschlossene Privatplatzierung. Das Unternehmen gab 5 Millionen Flow-Through-Aktien zu je 0,20 kanadischen Dollar aus und nahm brutto eine Million kanadische Dollar ein. Die Erlöse fließen in die Exploration am Sheppard Lake und am Ubiquity Lake Projekt. Die platzierten Aktien unterliegen bis zum 14. August 2026 einer Haltefrist.
Parallel hat Bedford seine Berichtspflichten gestrafft. Das Unternehmen wechselt auf einen halbjährlichen Berichtszyklus. Für das Quartal bis Ende Juni 2026 entfällt damit der Zwischenbericht. Der nächste Pflichtbericht ist der Halbjahresbericht, fällig innerhalb von 60 Tagen nach dem 30. September 2026.
Kurs nahe Jahrestief
Die operative Aktivität hat den Kurs bislang nicht gestützt. Die Aktie schloss am Freitag bei 0,09 Euro, ein Minus von 3,38 Prozent auf Tagesbasis. Seit Jahresbeginn beträgt der Rückgang 26,53 Prozent. Das 52-Wochen-Hoch von 0,29 Euro, erreicht am 1. Juli 2025, liegt 69 Prozent über dem aktuellen Niveau.
Der RSI von 44,8 zeigt noch keine technische Überverkauft-Situation. Der Markt wartet offensichtlich auf harte Daten. Die SRC-Assay-Ergebnisse werden der erste echte Test sein, ob die Spektrometerwerte aus dem Frühjahr substanzielle Mineralisierung anzeigen oder sich als schwächere Anomalien erweisen.
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