Bedford Metals Aktie: 218 Proben aus Saskatoon erwartet
Bedford Metals wartet auf Labordaten von 218 Bohrkernproben. Die Ergebnisse könnten die nächste Kursrichtung der Aktie maßgeblich bestimmen.

Kurz zusammengefasst
- Frühjahrsbohrprogramm 2026 abgeschlossen
- 218 Proben im Labor in Saskatoon
- Aktie erholt sich leicht vom Jahrestief
- Wechsel zur halbjährlichen Berichterstattung
218 Bohrkernproben liegen im Labor. Was die Analysen zeigen, wird über die nächste Kursphase von Bedford Metals entscheiden — und die Erwartungen könnten kaum unterschiedlicher sein.
Vier Bohrlöcher, zwei Zielgebiete
Bedford Metals hat sein Frühjahrsbohprogramm 2026 am Sheppard Lake Uranium Project im Athabasca-Becken in Saskatchewan abgeschlossen. Vier NQ-Diamantbohrlöcher mit insgesamt 1.135,7 Metern wurden niedergebracht — je zwei im Zielgebiet TZ1 und TZ2.
Die 218 Bohrkernproben wurden zunächst mit einem tragbaren Gammastrahlen-Spektrometer vor Ort gemessen. Anschließend schickte das Unternehmen alle Proben an das SRC Geoanalytical Laboratories in Saskatoon. Das Labor ist nach ISO/IEC 17025:2017 akkreditiert und auf Uran-Geochemie spezialisiert. Die Kernausbeute lag bei 98,7 Prozent — eine solide Grundlage für die Auswertung.
Was die Feldmessungen bereits zeigen
Die geologische Kartierung bestätigte mehrere Merkmale, die typischerweise mit Uranmineralisierung im Athabasca-Becken assoziiert werden: graphitischer Paragneis, spröde und duktile Scherzonen, Tonalteration sowie Hämatit-Albit-Alteration und Sulfidmineralisierung.
Das auffälligste Einzelergebnis lieferte Bohrloch SHP-26-05. Es durchschnitt ein pegmatitgebundenes Intervall mit einem Spitzenwert von 121,1 ppm Uran und einem U/Th-Verhältnis von 2,52. Bohrloch SHP-26-06 zeigte anomale Uranwerte in Verbindung mit starker Alteration und Sulfidmineralisierung.
Diese Feldspektrometrie-Werte sind jedoch keine zertifizierten Assay-Ergebnisse. Sie liefern Orientierung — mehr nicht. Erst die Labordaten aus Saskatoon werden zeigen, ob die Anomalien substanziell sind.
Kurs erholt sich vom Jahrestief
Die Aktie schloss die Woche bei 0,10 Euro — ein Wochenplus von knapp sechs Prozent. Das ist eine Teilerholung vom 52-Wochen-Tief von 0,08 Euro Ende Mai. Im Jahresvergleich liegt das Papier allerdings noch 42 Prozent im Minus. Der 200-Tage-Durchschnitt bei 0,13 Euro bleibt weit entfernt.
Finanzierung und Berichtspflichten
Das Bohrprogramm finanzierte Bedford über eine Privatplatzierung im April 2026. Das Unternehmen gab fünf Millionen Flow-Through-Aktien zu je 0,20 kanadischen Dollar aus und nahm eine Million kanadische Dollar ein. Die Papiere unterliegen bis August 2026 einer Haltefrist.
Ferner wechselt Bedford ab Mai 2026 zur halbjährlichen Finanzberichterstattung. Statt Quartalsberichten legt das Unternehmen künftig nur noch Jahresabschlüsse und einen Halbjahresbericht vor — fällig innerhalb von 60 Tagen nach dem 30. September 2026. Möglich macht das eine kanadische Regulierung für Venture-Emittenten mit einem Jahresumsatz unter zehn Millionen Dollar.
Der nächste harte Datenpunkt bleibt die Veröffentlichung der Laborergebnisse aus Saskatoon. Bestätigen die Assays die Feldspektrometrie-Werte, dürfte das die Grundlage für die nächste Explorationsphase legen. Fallen sie schwächer aus, gerät die bisherige Bewertung des Projekts unter Druck.
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