Bemerkenswert heftige Reaktion!

Die Ankündigung von Gesprächen mit dem Iran löste einen heftigen DAX-Anstieg und einen Ölpreiseinbruch aus. Die Märkte reagieren extrem sensibel auf politische Entwicklungen im Nahen Osten.

Stephan Feuerstein ·
Handelsboden mit Händlern und Aktiencharts

Kurz zusammengefasst

  • DAX sprang um über 1.000 Punkte nach oben
  • Ölpreis brach um mehr als zehn Prozent ein
  • Edelmetalle setzen ihren Abwärtstrend fort
  • Hohe Volatilität durch politische Nachrichten erwartet

Zum Wochenauftakt um die Mittagszeit ist der DAX innerhalb weniger Minuten um über 1.000 Punkte nach oben gesprungen. Gleichzeitig brach der Ölpreis um über zehn Prozent ein. Hintergrund war die Ankündigung Donald Trumps, dass man sich in Gesprächen mit dem Iran befindet. Das Ausmaß und die Geschwindigkeit der Bewegung verdeutlichen allerdings, dass die Anleger aktuell sehr stark auf Nachrichten zum Geschehen um den Iran reagieren. Sollten die angekündigten Gespräche zu keinem Ergebnis führen und sich die Situation wieder zuspitzen, ist mit einer erneuten Abschwächung zu rechnen. Nehmen die Anzeichen auf eine weitere Entspannung hingegen zu, könnte der Aktienmarkt doch noch zu seiner saisonalen Rally übergehen. So sieht der jahreszeitliche Verlauf von Mitte März bis Ende April ein sehr starkes positives Muster vor. Allerdings ist davon auszugehen, dass einerseits die Schwankungsbreite weiterhin sehr hoch bleiben wird. Daneben werden die Märkte weiterhin sehr heftig auf entsprechende Ankündigungen von Donald Trump reagieren. Diese sind nicht kalkulierbar, womit der Handel an den Märkten derzeit mit besonderen Risiken behaftet ist!

Edelmetalle im Sinkflug!

Die Sorge um einen deutlichen Anstieg der Inflation infolge der gestiegenen Energiekosten führt aktuell zu der Befürchtung, dass die Notenbanken von weiteren Zinssenkungen Abstand nehmen und möglicherweise sogar mit steigenden Zinsen auf die steigenden Preise reagieren. Steigende Zinsen wirken sich allerdings negativ auf die Edelmetallkurse aus. Da diese keine Dividenden oder Zinsen auszahlen, machen steigende Zinsen diese Anlageklasse unattraktiver. Dies erklärt, warum die Edelmetalle seit dem Beginn des Kriegs im Iran auf Sinkflug sind. Sollten die Energiepreise weiterhin hoch bleiben, könnte dies in der Folge eine weitere Belastung für Gold und Silber darstellen. Da die Edelmetalle zudem eine atemberaubende Rally hinter sich haben, ist die aktuelle Korrektur ein normaler Vorgang, der aber vorerst weiter anhalten könnte!

Stephan Feuerstein
Hebelzertifikate-Trader
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