Berkshire Hathaway Aktie: Japan-Coup zahlt sich aus

Warren Buffetts Investition in fünf japanische Handelskonzerne hat Berkshire Hathaway in sechs Jahren rund 24 Milliarden Dollar Gewinn eingebracht. Die Strategie kombinierte günstige Bewertungen, Dividenden und Yen-Kredite.

Kurz zusammengefasst:
  • Milliardengewinn aus japanischen Handelshäusern
  • Strategie nutzte günstige Yen-Kredite als Hebel
  • Langfristige Ausrichtung trotz früher Erfolge
  • Politische Reformen trieben Nikkei auf Rekorde

Warren Buffetts Wette auf Japan erweist sich als Volltreffer. Die fünf großen Handelshäuser im Portfolio von Berkshire Hathaway haben der Investmentgesellschaft in nur sechs Jahren einen Gewinn von rund 24 Milliarden Dollar beschert. Aus einer ursprünglichen Investition von etwa 6,25 Milliarden Dollar im Jahr 2020 wurde damit ein Portfolio im Wert von über 30 Milliarden Dollar.

Die Strategie hinter dem Erfolg

Buffett setzte auf die sogenannten „sogo shosha“ – breit diversifizierte japanische Handelskonzerne wie Mitsubishi, Mitsui, Itochu, Marubeni und Sumitomo. Der Clou: Diese Unternehmen waren günstig bewertet, während sie gleichzeitig solide Dividendenrenditen von etwa vier Prozent abwarfen. Berkshire finanzierte die Käufe teilweise über günstige Yen-Kredite mit rund einem Prozent Zinsen – ein cleverer Hebel, der die Rendite zusätzlich steigerte.

Berkshire Hathaway

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Als Buffett 2020 einstieg, war der japanische Markt alles andere als beliebt. Fast 30 Jahre hatte die Börse kaum Wachstum gesehen. Doch Berkshire stockte die Positionen mehrfach auf, besonders in den Jahren 2023 und 2024. Der Zeitpunkt erwies sich als ideal: Unter Premierministerin Sanae Takaichi verabschiedete Japan wachstumsorientierte Reformen und beendete die jahrelange Sparpolitik. Diese politische Wende trieb den Nikkei auf Rekordhöhen.

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Diversifikation als Erfolgsrezept

Das Japan-Portfolio zeigt eindrucksvoll, wie internationale Diversifikation funktionieren kann. Während US-Aktien solide performten, übertrafen japanische Werte sie deutlich. „Es hat bisher sehr gut funktioniert, aber wir werden 10, 20 Jahre in diesen Aktien bleiben“, erklärte Buffett bereits 2023. Die langfristige Ausrichtung bleibt also bestehen.

Heute steht die B-Aktie von Berkshire Hathaway bei solidem Niveau. Im aktuellen Handel am Dienstag legte sie um 0,3 Prozent zu, nachdem die Tochter Pacificorp Windkraft- und Erdgasanlagen für 1,9 Milliarden Dollar an Portland General Electric verkauft hatte. Das Japan-Portfolio dürfte jedoch auch künftig eine tragende Rolle im Berkshire-Universum spielen – eine Wette, die aufgeht.

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