Bei Beyond Meat dominiert derzeit nicht das Produktgeschäft, sondern ein juristischer Countdown. Mehrere Kanzleien erinnern Aktionäre an eine wichtige Frist im März – und genau das hält den Titel unter Druck. Hintergrund sind Vorwürfe zu Bilanzthemen und Aussagen über Kostensenkungen.
Sammelklagen: Vorwürfe und Frist
Im Zentrum stehen anhängige Securities-Fraud-Sammelklagen in den USA. Aktionäre können sich bis 24. März 2026 als Lead Plaintiff (führender Kläger) bewerben. Die Klagen stützen sich auf den Vorwurf, Beyond Meat habe Anleger mit irreführenden Aussagen getäuscht – konkret zur Werthaltigkeit langlebiger Vermögenswerte und zur Fähigkeit, operative Kosten zu senken.
Auslöser sind Ereignisse aus Ende 2025. Im November 2025 meldete das Unternehmen für das dritte Quartal einen operativen Verlust von 112,3 Mio. US-Dollar. Darin enthalten war eine nicht zahlungswirksame Wertminderung (Impairment) von 77,4 Mio. US-Dollar auf bestimmte langlebige Vermögenswerte. Laut Klageschrift sei die Wertminderung zu spät offengelegt worden – mit entsprechend deutlichen Kursreaktionen, als die Information schließlich öffentlich wurde.
Kurs, Bewertung und Bilanzlast
Die Börsenbewertung ist stark geschrumpft. Mitte Februar notiert die Aktie unter 1,00 US-Dollar und schwankt laut Bericht um 0,71 US-Dollar. In Marktkommentaren der vergangenen 48 Stunden wird zudem auf den massiven Wertverlust für Anleger verwiesen: Die Gesamtrendite liegt demnach über die letzten zwölf Monate bei rund -82%.
Auf der Fundamentalseite belastet vor allem die Umsatzentwicklung: Für 2025 wird ein Rückgang der Erlöse um etwa 13% auf rund 283 Mio. US-Dollar genannt. Gleichzeitig arbeitet Beyond Meat an einer Restrukturierung mit dem Ziel, bis Ende 2026 ein positives EBITDA zu erreichen. Dem steht eine hohe Verschuldung gegenüber: Die Schulden werden im Text auf rund 1,2 Mrd. US-Dollar beziffert.
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Strategieanpassungen – aber Fokus bleibt juristisch
Operativ versucht Beyond Meat, das Angebot zu verbreitern. Genannt wird als jüngster Schritt die Einführung des Protein-Drinks „Beyond Immerse“ im Januar 2026. Kurzfristig richtet sich der Blick der Investoren jedoch vor allem auf zwei Punkte: den Fortgang der Rechtsstreitigkeiten und die Liquiditätslage in einem Umfeld hoher Zinsen.
Wichtige Eckdaten im Überblick:
– Kursniveau: ca. 0,71 US-Dollar (unter 1,00 US-Dollar)
– Juristische Frist: 24. März 2026 (Lead-Plaintiff-Antrag)
– Wertminderung (Q3 2025): 77,4 Mio. US-Dollar (nicht zahlungswirksam)
– Umsatz 2025: ca. 283 Mio. US-Dollar (rund -13%)
– Schulden: ca. 1,2 Mrd. US-Dollar
– Neues Produkt: „Beyond Immerse“ (Start Januar 2026)
Bis 24. März dürfte damit vor allem der juristische Zeitplan den Takt vorgeben – parallel zu der Frage, wie stark Bilanzlast und rückläufige Erlöse den Spielraum für die geplante EBITDA-Verbesserung bis Ende 2026 begrenzen.
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