BHP Aktie: San Manuel abgegeben?
Der Minenverkauf ist vollzogen; Kambalda-Transaktion und Prüfung weiterer WA-Nickel-Anlagen stehen noch aus.

Kurz zusammengefasst
- San Manuel ging an Faraday über
- BHP hält rund 30 Prozent an Faraday
- Kambalda-Verkauf an Gold Fields vereinbart
- GIP-Partnerschaft umfasst US$2 Milliarden
BHP hat den Verkauf der Mine San Manuel an Faraday Copper abgeschlossen, bleibt aber an deren möglicher Weiterentwicklung beteiligt. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, gingen Eigentum und Betrieb am 6. Oktober auf Faraday über. BHP behielt eine strategische Beteiligung von rund 30 Prozent an Faraday. Damit verbindet der Konzern die Abgabe eines Standorts mit einer fortbestehenden wirtschaftlichen Beteiligung.
San Manuel wechselt den Betreiber
Faraday plant, eine Wiederentwicklung von San Manuel gemeinsam mit seinem Projekt Copper Creek zu untersuchen. Damit steht zunächst eine Prüfung an. Eine beschlossene Wiederinbetriebnahme lässt sich daraus nicht ableiten.
Für BHP verändert sich die Art des Engagements: Statt Eigentümer und Betreiber der Mine zu bleiben, hält der Konzern einen Anteil an Faraday. Anleger müssen deshalb zwischen dem abgeschlossenen Standortverkauf und den noch zu untersuchenden Entwicklungsplänen unterscheiden. Der Eigentümerwechsel ist vollzogen; die mögliche Wiederentwicklung bleibt Gegenstand der geplanten Untersuchung.
Die Beteiligung erhält BHP eine wirtschaftliche Verbindung zu Faraday. Sie ist jedoch nicht mit einer direkten Beteiligung an der Mine gleichzusetzen. Diese Trennung ist für die Einordnung des Verkaufs wesentlich.
Kambalda-Verkauf steht noch unter Vorbehalt
Eine weitere Portfoliomaßnahme betrifft den Kambalda Nickel Concentrator. BHP vereinbarte am 7. Oktober den Verkauf der Anlage sowie eines Pakets aus Konzessions- und Mineralisierungsrechten an Gold Fields. Anders als bei San Manuel ist dieser Verkauf noch nicht abgeschlossen.
Der Vollzug hängt unter anderem von behördlichen Genehmigungen ab und wird im Kalenderjahr 2027 erwartet. Die übrigen stillgelegten Anlagen von WA Nickel will BHP bis Februar 2027 überprüfen.
Damit haben die beiden Verkäufe unterschiedliche Verfahrensstände. Bei San Manuel liegt der nächste Entwicklungsschritt bei Faraday. Bei Kambalda müssen zunächst die vereinbarten Bedingungen erfüllt werden. Die Überprüfung der übrigen WA-Nickel-Anlagen bleibt davon als weiterer angekündigter Schritt zu unterscheiden.
Partnerschaft erschließt zusätzliches Kapital
Neben Anlagenverkäufen setzt BHP auf eine Partnerschaft im Infrastrukturbereich. Finanzchefin Vandita Pant erläuterte am 14. Oktober eine Vereinbarung mit GIP über US$2 Milliarden. Sie betrifft einen Anteil von 49 Prozent an einer Partnerschaft, die mit dem Stromnetz von WAIO verbunden ist.
Zusammen zeigen diese Maßnahmen unterschiedliche Wege der Kapitalfreisetzung: BHP verkauft Anlagen, behält im Fall Faraday eine strategische Beteiligung und vereinbart eine Infrastrukturpartnerschaft. Für Anleger zählt dabei nicht allein die Ankündigung. Entscheidend ist auch, welche Transaktion bereits vollzogen wurde und wo Genehmigungen oder weitere Prüfungen noch ausstehen.
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