BioNTech Aktie: 49,3% Ansprechrate bei Gebärmutterkrebs

BioNTechs Onkologie-Pipeline gewinnt an Substanz. Der geplante FDA-Zulassungsantrag für Trastuzumab Pamirtecan ist ein wichtiger Meilenstein, während die Aktie unter schrumpfenden Covid-Umsätzen leidet.

Eduard Altmann ·
BioNTech Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Positives Phase-2-Ergebnis bei Gebärmutterkrebs
  • FDA-Zulassungsantrag für 2026 geplant
  • Breite Pipeline mit mehreren späten Studiendaten
  • Aktie trotz hoher Liquidität unter Druck

BioNTech bekommt in der Onkologie mehr Substanz. Der geplante FDA-Antrag für Trastuzumab Pamirtecan könnte der erste große regulatorische Test der neuen Strategie werden. Parallel bleibt die Aktie unter Druck, weil der Covid-Umsatz weiter schrumpft.

FDA-Antrag rückt näher

Im April 2026 meldete BioNTech positive Phase-2-Daten zu BNT323/DB-1303 bei fortgeschrittenem Gebärmutterkrebs. Bei vorbehandelten Patientinnen mit zentral bestätigter HER2-Expression erreichte der Wirkstoff eine objektive Ansprechrate von 49,3 Prozent in einer Gruppe von 73 Personen.

Auch die breitere Auswertung stützte das Bild. In allen zentral getesteten Patientinnen lag die bestätigte Ansprechrate bei 47,9 Prozent. Das mediane progressionsfreie Überleben betrug 8,1 Monate.

Besonders stark fiel das Signal in der höchsten HER2-Gruppe aus. Bei HER2 IHC 3+ lag die Ansprechrate bei mehr als 70 Prozent. Für eine Erkrankung mit begrenzten zielgerichteten Optionen ist das klinisch relevant.

BioNTech und DualityBio planen 2026 einen Zulassungsantrag bei der FDA. Die Einreichung hängt vom weiteren Austausch mit der Behörde ab. Der Wirkstoff erhielt bereits 2023 den Status „Fast Track“ und „Breakthrough Therapy“ für Gebärmutterkrebs.

Pipeline liefert den eigentlichen Hebel

Der ADC-Kandidat ist nur ein Teil der breiteren Krebsstrategie. BioNTech erwartet für 2026 mehrere späte Studiendaten aus Immunmodulatoren, Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten und mRNA-Krebsprogrammen. Das Jahr wird damit zum Test, ob die Pipeline den Wegfall der Covid-Dynamik auffangen kann.

Bei Pumitamig startete BioNTech im ersten Quartal 2026 fünf neue zulassungsrelevante Studien. Sie decken unter anderem Brustkrebs, Darmkrebs, Magenkrebs und Lungenkrebs ab.

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Ein weiteres Signal kommt von Gotistobart. Der CTLA-4-Kandidat zeigte im März beim europäischen Lungenkrebskongress einen klinisch relevanten Überlebensvorteil bei Plattenepithel-Lungenkrebs. Zwischendaten aus der zulassungsrelevanten Phase sollen später im Jahr folgen.

Hinzu kommt eine Kooperation mit Boehringer Ingelheim. Beide Unternehmen testen Pumitamig zusammen mit einem experimentellen DLL3/CD3-T-Zell-Engager bei kleinzelligem Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium.

Aktie bleibt skeptisch bewertet

Finanziell hat BioNTech weiter Spielraum. Ende März verfügte der Konzern über 16,8 Milliarden Euro an liquiden Mitteln und Wertpapieren. Das verschafft Zeit, um die teure Onkologie-Pipeline Richtung Vermarktung zu bringen.

Der Umsatz bleibt aber der wunde Punkt. Für 2026 rechnet BioNTech weiter mit Erlösen von 2,0 bis 2,3 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren es noch 2,9 Milliarden Euro.

Die Aktie spiegelt diesen Zwiespalt. Am Donnerstag schloss sie bei 78,70 Euro. Auf Monatssicht steht ein Minus von 5,92 Prozent, und der Kurs liegt rund zehn Prozent unter der 200-Tage-Linie.

Berenberg senkte am 12. Mai das Kursziel, bezeichnete die Aktie aber weiter als „deutlich unterbewertet“. Die Begründung passt zum Kernproblem: niedrigere Covid-Erwartungen und der Führungswechsel belasten, während Margen, Pipelinebreite und Studiendaten stützen.

Der nächste Maßstab ist klar: BioNTech muss aus klinischen Signalen regulatorische Fortschritte machen. Der geplante FDA-Antrag für Trastuzumab Pamirtecan und die späten Studiendaten im zweiten Halbjahr 2026 liefern dafür die wichtigsten Wegmarken.

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BioNTech Aktie

78,70 EUR

– 0,05 EUR -0,06 %
KGV 0,00
Sektor Gesundheitswesen
Div.-Rendite 0,00 %
Marktkapitalisierung 19,76 Mrd. EUR
ISIN: US09075V1026 WKN: A2PSR2

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