Nach einem starken Jahresauftakt mit einem Kursplus von über 12 Prozent seit Januar tritt die BioNTech-Aktie nun auf die Bremse. Verantwortlich für den Stimmungsdämpfer ist eine Herabstufung durch das Analysehaus Leerink Partners, das die Bewertung nach der jüngsten Rally als ausgereizt ansieht. Doch während die Experten kurzfristig skeptisch bleiben, arbeitet das Mainzer Unternehmen im Hintergrund an einer massiven Ausweitung seiner Krebs-Pipeline.
Bewertung vs. Zeitplan
Leerink Partners senkte das Rating am 2. Februar auf „Market Perform“ und nannte ein Kursziel von 113 US-Dollar je hinterlegter Aktie (ADS). Die Begründung der Analysten zielt vor allem auf die Geduld der Anleger ab: Wesentliche Kurstreiber aus dem wichtigen Onkologie-Bereich werden demnach erst für das Jahr 2027 erwartet.
Da sich der Titel seit den Tiefs im Dezember 2025 bereits deutlich erholt hat, sehen die Experten die kurzfristigen Fundamentaldaten im aktuellen Kurs als vollständig eingepreist an. Diese Einschätzung steht in einem gewissen Kontrast zu Goldman Sachs, die noch Mitte Januar Optimismus bezüglich des Krebs-Portfolios geäußert hatten.
Das Daten-Jahr 2026
Trotz der analystenseitigen Zurückhaltung hinsichtlich kurzfristiger Kurssprünge hat das Management ein ambitioniertes Programm für das laufende Jahr vorgelegt. Auf der J.P. Morgan Healthcare Conference skizzierte BioNTech den Plan, bis Ende 2026 insgesamt 15 klinische Studien der Phase 3 laufen zu haben.
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Besonders im Fokus der Pipeline stehen folgende Entwicklungen:
- Trastuzumab pamirtecan (T-Pam): Laufende Studien der Phasen 2 und 3 bei Brust- und Gebärmutterkörperkrebs.
- Gotistobart: Phase-3-Studie bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs.
- BNT113: Dieser mRNA-Kandidat gegen Kopf-Hals-Tumore erhielt im Januar den wichtigen „Fast Track“-Status der US-Arzneimittelbehörde FDA, was das Zulassungsverfahren beschleunigen könnte.
- Pumitamig: Phase-3-Studie bei Brustkrebs in China.
Finanzpolster als Basis
Um diese forschungsintensive Phase zu finanzieren, greift BioNTech auf ein massives Polster zurück. Zum Jahresende 2025 lagen rund 17,2 Milliarden Euro in der Kasse. Diese Reserven sind entscheidend, da das Unternehmen für 2026 mit einem moderaten Rückgang der Erlöse aus dem Covid-19-Impfstoff Comirnaty rechnet und noch keine Umsätze aus dem Verkauf von Onkologie-Produkten erwartet.
Konkrete Fakten zur finanziellen Lage werden am 10. März 2026 erwartet. Dann veröffentlicht BioNTech den Geschäftsbericht für das vierte Quartal 2025. Investoren werden an diesem Termin genau prüfen, ob der Zeitplan für die klinischen Daten hält und wie effizient der Übergang vom reinen Impfstoffhersteller zum breiter aufgestellten Krebsmedikamenten-Entwickler voranschreitet.
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