BioNTech Aktie: Analysten spalten sich nach Q1-Zahlen
BioNTech verzeichnet Umsatzrückgang und Nettoverlust, hält aber an Jahresprognose fest. Die ASCO-Konferenz rückt als nächster Kursimpuls in den Fokus.
Kurz zusammengefasst
- Umsatz sinkt auf 118 Millionen Euro
- Nettoverlust von knapp 532 Millionen Euro
- Aktienrückkaufprogramm über eine Milliarde Dollar
- CEO-Wechsel und Insiderverkauf belasten Aktie
Ein schrumpfendes Corona-Geschäft trifft auf hohe Forschungsausgaben. Bei BioNTech klaffen Realität und Erwartungen derzeit spürbar auseinander. Nach den Zahlen zum ersten Quartal 2026 spaltet sich die Wall Street in zwei Lager. Das anstehende Krebsforscher-Treffen ASCO rückt damit in den Fokus.
Der Umsatz fiel im ersten Quartal auf 118 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es noch 183 Millionen Euro. Die Nachfrage nach Covid-19-Impfstoffen sinkt weiter.
Unter dem Strich steht ein Nettoverlust von knapp 532 Millionen Euro. Bereinigt meldet das Mainzer Unternehmen einen Verlust von 2,26 US-Dollar je Aktie. Damit übertrifft BioNTech die Erwartungen der Analysten leicht.
Der Vorstand hält an seiner Jahresprognose fest. Erwartet wird ein Umsatz von rund zwei Milliarden Euro. Parallel dazu kündigte das Management ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von einer Milliarde US-Dollar an. Die Kriegskasse bleibt mit knapp 17 Milliarden Euro prall gefüllt.
Analysten bewerten Pipeline neu
Die Reaktionen der Investmentbanken fallen gemischt aus. Goldman Sachs und Wells Fargo raten weiterhin zum Kauf der Aktie. Canaccord senkte das Kursziel nach den Quartalszahlen hingegen auf 158 US-Dollar.
Deutlich pessimistischer zeigt sich Leerink Partners. Die Analysten strichen ihr Kursziel bereits im April auf 94 US-Dollar zusammen. Sie zweifeln an den Erfolgsaussichten des Krebskandidaten Gotistobart in einer laufenden Phase-3-Studie.
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Die Forschungskosten steigen derweil rasant. BioNTech investierte zuletzt 557 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung. Das Geld fließt vor allem in die Onkologie-Pipeline und die Integration der übernommenen CureVac.
Führungswechsel und Insiderverkäufe
Für zusätzliche Unruhe sorgt der anstehende Umbruch an der Konzernspitze. CEO Uğur Şahin und Medizinvorständin Özlem Türeci verlassen das Unternehmen Ende des Jahres. Ein starker Nachfolger könnte laut Marktbeobachtern neue Impulse setzen.
Ein Insiderverkauf rückt ebenfalls ins Blickfeld. COO Sierk Poetting trennte sich im April von 50.000 Aktien im Wert von rund 5,5 Millionen US-Dollar. Der Verkauf erfolgte über einen vorab festgelegten Handelsplan.
An der Börse spiegelt sich die Unsicherheit wider. Die Folge: Die Aktie schloss am Freitag bei 79,45 Euro. Auf Jahressicht verbucht das Papier ein Minus von fast zehn Prozent. Der Kurs notiert aktuell unter der 200-Tage-Linie.
Ende Mai steht der nächste Härtetest an. Auf der ASCO-Konferenz präsentiert BioNTech neue Phase-2-Daten zum Lungenkrebs-Kandidaten Pumitamab. Diese Ergebnisse liefern den nächsten konkreten Anhaltspunkt für die Bewertung der Onkologie-Strategie.
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